ALLIIERTENMUSEUM


Allgemeines

Das Museum dokumentiert das Engagement und die Rolle der West-Alliierten in Deutschland und Berlin in der Zeit von 1945 bis 1994. Zu den Westalliierten zählten die Siegermächte USA, Großbritannien und Frankreich, die im Ost-West-Konflikt gegen die Sowjetunion standen. Das Museum zeigt somit einen wesentlichen Teil der politischen und militärischen Geschichte des Kalten Krieges, der Zeitperiode zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn der 1990er-Jahre. Neben der Dauerausstellung, zu deren größeren Objekten ein britisches Transportflugzeug vom Typ Handley Page Hastings, der Eisenbahnwaggon eines französischen Militärzuges und das Wachhäuschen vom Kontrollpunkt Checkpoint Charlie zählen, werden auch Sonderausstellungen zu thematischen Schwerpunkten mit aktuellem Bezug organisiert. Das Museum befindet sich im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Dahlem des alten Amerikanischen Sektors von Berlin und ist im früheren US-Kino Outpost und der ehemaligen Nicholson-Bibliothek in der Clayallee 135 gegenüber der Straße Auf dem Grat untergebracht. Das AlliiertenMuseum hat die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins, seine Mitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, das Land Berlin, außerdem Frankreich, Großbritannien und die USA, sowie das Deutsche Historische Museum Berlin und das Institut für Zeitgeschichte München. Das Museum verfügt über einen Jahresetat von einer Million Euro. Neuesten Gerüchten zufolge will das Museum auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof umziehen.

 

 

 

Webseite: HIER


Handley Page H.P.67 Hastings

Es handelt sich um einen Fracht- und Truppentransporter. Das von der Handley Page Aircraft Company konstruierte Flugzeug machte am 7. Mai 1946 seinen Erstflug. Der viermotorige Tiefdecker mit einziehbaren Spornrad war Nachfolger der Avro York und wurde von der Royal Air Force bis 1968 eingesetzt. 100 Stück der Maschine wurden unter der Bezeichnung C.Mk.1 vom britischen Transport Command übernommen. Sie wurden gerade rechtzeitig in Dienst gestellt, um während der Berliner Luftbrücke (Juni 1948- Mai 1949) eine wichtige Rolle zu spielen.Die zweite Serie C.Mk.2 wurde ab 1950 in einer Stückzahl von 43 Maschinen mit stärkeren Triebwerken und einigen anderen Änderungen gebaut. Drei Maschinen wurden mit einer VIP-Innenausstattung versehen als Typ C.Mk.4 eingesetzt; weitere Maschinen vom Typ Met.Mk.1 zur Wetterbeobachtung. 8 Hastings C.Mk.1 wurden 1959 durch Einbau von radargesteuerten Bombenzielgeräten und anderer Ausrüstung in Schulungsmaschinen T.Mk.5 umgebaut. Bis zu ihrer Ablösung durch die Lockheed Hercules im Jahre 1967 standen die Hastings mit großem Erfolg im Einsatz. Einige wenige Flugzeuge standen bei der No.90 Group des Strike Command noch länger im Dienst.

 

 

 

 

 

 


Checkpoint Charlie

Der Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Berliner Grenzübergänge durch die Berliner Mauer zwischen 1961 und 1990. Er verband in der Friedrichstraße Ecke Zimmerstraße den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor und damit den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Der Kontrollpunkt wurde im August 1961 in Folge des Mauerbaus eingerichtet, um die Grenzübertritte des westalliierten Militärpersonals und ausländischer Diplomaten erfassen zu können. Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden. Der Kontrollpunkt war einer von drei durch die Amerikaner genutzten alliierten Kontrollpunkte. Er wurde nach dem dritten Buchstaben des heutigen ICAO-Alphabets benannt. Checkpoint Alpha war die amerikanische Seite des Grenzüberganges Helmstedt-Marienborn und Checkpoint Bravo die amerikanische Seite des Grenzkontrollpunktes Dreilinden-Drewitz. Die Nomenklatur Checkpoint für Kontrollpunkt ergibt sich im Gegensatz zu der östlichen Bezeichnung Grenzübergangsstelle (GÜSt) daraus, dass von westlicher Seite aus die völkerrechtliche Legitimität als Staatsgrenze nicht anerkannt wurde. Diesbezüglich trat nach der Anerkennung der DDR als Staat ab 1972 für die innerdeutsche Grenze eine Veränderung ein, nicht jedoch für die Sektorengrenze Berlins. Als Folge des Versuchs der SED-Führung, alliierte Rechte der Westmächte in Berlin einzuschränken, standen sich am 27. Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute weiß man, dass die Kommandeure beider Seiten den Befehl hatten, ihre Panzer notfalls einzusetzen. Der Checkpoint war Schauplatz spektakulärer Fluchten aus dem damaligen Ost-Berlin. Besonders tragisch war der Tod des DDR-Flüchtlings Peter Fechter, der 1962 vor den Augen westlicher Beobachter verblutete. Noch vor der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt am 22. Juni 1990 abgebaut und ins AlliiertenMuseum gebracht.

 

 

 

 


CIA-Spionagetunnel

Der Tunnel wurde vom amerikanischen Geheimdienst unter der Sektorengrenze mit einer Gesamtlänge von ca. 450m von einer zur Tarnung errichteten Lagerhalle einer Radarstation gebaut. Ziel war es, die direkt hinter der Grenze verlaufenden Fernmeldekabel abzuhören, die die russische Botschaft in Berlin-Mitte mit dem Hauptquartier der GSSD in Zossen verband. Unter größter Geheimhaltung wurden die Kabel von Spezialisten des britischen Geheimdienstes angezapft und ab dem 11. Mai 1955 abgehört. Nach 11 Monaten wurde die Anlage entdeckt. Der Tunnel war mit hochmoderner Abhörtechnik ausgerüstet. Um den Tunnel im Winter durch die Abwärme nicht zu verraten wurde das Bauwerk aufwändig klimatisiert. Die Operation "Gold" wurde schon frühzeitig von dem Doppelagenten Blake an den Ostblock verraten. Bei Arbeiten an der Autobahn wurde der verschlossene und versandete Tunnel wieder entdeckt und ins Alliiertenmuseum gebracht.

 

 

 

 

 


Französischer Militär-Eisenbahnwaggon

 

Hinten auf dem Freigelände befindet sich der Restaurant-Waggon des französischen Militärzuges. Täglich verkehrten zwischen den Westzonen und Berlin Militärzüge der drei Westmächte. Sie dienten neben der militärischen Versorgung vor allem als Frühwarnsystem für den Fall einer erneuten Blockade.


"Wall"- Denkmal

 

Am 02. Juli 1998 wurde im Beisein des früheren US-Präsidenten George Bush die Statue "The Day The Wall Came Down" auf dem Gelände hinter der Nicholson-Bibliothek enthüllt.

 


Steuben Denkmal

 

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin wurde im Mai 1987 die Steuben-Statue auf dem Gelände hinter der Nicholson-Bibliothek enthüllt. Friedrich Wilhelm Ludolf Gerhard Augustin von Steuben wurde am 17.September 1730 in Magdeburg geboren und starb am 28.November 1794 in New York. Er war ein preußischer Offizier und US-amerikanischer General. Er reorganisierte die Kontinentalarmee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

 


zurück

Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia

Daten und Links ohne Gewähr (03.2019)