Friedhof Ohlsdorf


Allgemeines / Geschichte

Der Friedhof Ohlsdorf  ist mit 391 ha der größte Parkfriedhof der Welt und insgesamt – nach dem Calverton National Cemetery auf Long Island, New York/USA – der flächenmäßig zweitgrößte Friedhof der Welt. Bislang wurden hier knapp 1,7 Millionen Menschen beigesetzt und über das gesamte Areal verteilen sich 280.000 Grabstellen. Noch mehr Tote beherbergt in Europa nur der Wiener Zentralfriedhof mit über drei Millionen. Die Anlage zeichnet sich durch die Mischung historischer Bauten, Gartendenkmälern mit modernen Themengrabstätten aus: Schmetterlingsgräber, Kolumbarien, Paar-Anlagen und mehr. Zahlreiche Touristen strömen jährlich, besonders zur Rhododendronblüte Ende April bis Mitte Mai, auf den Friedhof. Durch die Ausdehnung der Stadt wurden Begräbnisstätten knapp und seit 1854 wurden vom Senat Überlegungen angestellt, wo ein neuer Großfriedhof für Hamburg angelegt werden könnte. Dieser Zentralfriedhof sollte im Zeichen der Säkularisierung für die Toten aller Religionen und Konfessionen offen sein. Die Planungen sahen von vornherein eine Ablösung aller innerstädtischen Friedhöfe Hamburgs vor. Den Auftrag für die Ausarbeitung eines neuen Hamburger Hauptfriedhofes erhielt der Gartenarchitekt Johann Wilhelm Cordes. 1874 war ein großer Teil des Geländes zwischen der Fuhlsbüttler Straße und der preußischen Grenze Richtung Bramfeld aufgekauft, ab 1877 wurden die ersten Bestattungen vorgenommen. Die Erweiterung auf die heutige Größe nach Osten bis zur Bramfelder Chaussee erfolgte bis 1920 in mehreren Schritten, an deren Planung unter anderem Otto Linne beteiligt war, der auch für die Gestaltung des Hamburger Stadtparks ab 1918 verantwortlich war. Das Konzept des Friedhofs wurde als Plan und Modell auf der Pariser Weltausstellung 1900 mit einem Grand Prix ausgezeichnet. Im westlichen älteren Teil herrschen große parkartige Strukturen vor. Hier sind auch die Grabmale vieler prominenter Hamburger. Einzelne Mausoleen wurden tlw. als Ersatz für die Grabanlagen der aufgegebenen alten Friedhöfe hier angelegt. Seit kurzem werden wieder neue Mausoleen auf dem Ohlsdorfer Friedhof gebaut. Der östliche neuere Teil ist strenger geometrisch angelegt. Auch hier sind die einzelnen Gräberbezirke durch großzügige Hecken und Bäume getrennt.

Eingang Bramfelder Chaussee

Eingang Fuhlsbüttler Straße

Eingang Fabriciusstraße

  

  

  


Informationen

Der Friedhof Ohlsdorf verfügt über vier Einfahrten. Im Uhrzeigersinn seien hier genannt die Haupteinfahrt Fuhlsbüttler Straße im Westen, Borstels Ende im Norden, Einfahrt Bramfeld im Osten und Seehof im Süden. Zusätzlich gibt es fünf Fußgängereingänge, den Eingang Bahnhof Ohlsdorf und den Nebeneingang am Krematorium, beide an der Fuhlsbüttler Straße, den Eingang Kleine Horst sowie den Eingang Hoheneichen im Norden und den Eingang Eichenlohweg im Süden. Das Gelände ist durch ein für den Kraftfahrzeugverkehr zugelassenes Straßennetz von insgesamt 17 Kilometern erschlossen, die weiteren Erschließungswege haben eine Gesamtlänge von 80 Kilometern. Der Durchgangsverkehr über den Friedhof ist nicht erwünscht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30 km/h. Durch den nahe gelegenen Bahnhof Hamburg-Ohlsdorf der S 1 und U 1, die nördlicher gelegenen S-Bahn-Stationen Kornweg und Hoheneichen der S 1 sowie die U-Bahn-Station Klein Borstel der U 1 ist der Friedhof an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Zudem verkehren die Buslinien 170 und 270 des Hamburger Verkehrsverbundes innerhalb des Friedhofs und haben zusammen mehr als 20 Haltestellen. Die Buslinie 270 führt vom Haupteingang zum Eingang Seehof. Die Buslinie 170 vom Haupteingang zum Eingang Bramfeld. Alle Kapellen liegen in der Nähe von Bushaltestellen. Der Ohlsdorfer Friedhof hat eine Fläche von 391 Hektar, erstreckt sich in West-Ost-Richtung über eine Länge von 3,5 Kilometer und von Nord nach Süd mit durchschnittlich 1,5 Kilometern bei einer längsten Ausdehnung von 2,2 Kilometern. Sein Umfang beträgt 11,5 Kilometer. Die Parkpflege sowie die Grabanlagen sind Aufgaben von acht Gärtnermeistereien, die über das Gelände verteilt jeweiligen Kapellenrevieren zugeordnet sind. Sie haben ihre Standorte an den Kapellen 1, 4, 7, 9, 10, 11, 12 und 13. An der Einfahrt Bramfeld ist zudem ein Gärtnerischer Betriebshof eingerichtet. Die Wasserversorgung erfolgt über 120 Kilometer Wasserleitungen und 700 Schöpfbrunnen. Zudem stehen in der Gesamtanlage 2800 Sitzbänke.

   

   

    

Das Friedhofsgelände kann zukünftig kostenlos mit einem Bus besichtigt werden. Die erste Fahrt findet am 17. April statt (10 Uhr ab Fuhlsbütler Straße 756). Man kann sich für die Touren unter der Telefonnummer 040 - 593 88 0 oder über die E-Mail information@friedhof-hamburg.de anmelden. Webseite: HIER


Denkmal Hamburger Bombenopfer

Ein kreuzförmig angelegtes Massengrab (ca. 38.000 Tote) mit dem zentralen Mahnmal von Gerhard Marcks mit einer monumentalen Figurengruppe (Fahrt über den Styx) erinnert an die Opfer der Bombennächte vom 25. Juli bis 3. August 1943.

 

 


Denkmal Sturmflut 1962

 Die Sturmflutopfer von 1962, die nicht identifiziert werden konnten, die keine Angehörigen mehr hatten und die gemeinschaftlich beigesetzt werden sollten, haben ihre Ruhestätte an der Verlängerung der Sorbusallee zwischen Kirschenallee und Inselkanal gefunden. Ergänzend erinnert seit Ende November 2012 ein Gedenkstein mit zwei Tafeln an die Namen der 221 Toten, die nicht in Ohlsdorf beigesetzt sind.

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Hamburg Commonwealth Cemetery

Der Hamburg Cemetery ist eine Kriegsgräberstätte, die durch die Commonwealth War Graves Commission (CWGC) errichtet wurde und durch diese betreut wird. Während des Ersten Weltkriegs wurde ein Teil des Friedhofs Ohlsdorf als Grabstätte für über 300 in der Kriegsgefangenschaft verstorbene alliierte Soldaten genutzt. Im Jahre 1923 hatte die CWGC beschlossen, für alle Opfer und Gefallenen des Commonwealth vier zentrale Gedenkstätten bzw. Soldatenfriedhöfe zu erbauen, einer dieser Hauptfriedhöfe wurde in Hamburg auf dem Friedhof Ohlsdorf errichtet. Von 120 vorläufigen Soldatenfriedhöfen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg, Oldenburg, Hannover und Braunschweig, Sachsen und Westfalen wurden die Gefallenen und Toten auf dem neuen Soldatenfriedhof beigesetzt. Es wurden insgesamt 708 verstorbene oder gefallene Soldaten des Ersten Weltkrieges beigesetzt oder auf Ehrentafeln erwähnt. Hier wird besonders der verstorbenen Kriegsgefangenen aus Parchim durch Ehrentafeln gedacht, deren Grabstätten nicht aufgefunden werden konnten. Eine weitere Ehrung kommt den 25 – nicht identifizierten – Marineangehörigen zu, die 1916 mit einem U-Boot vor Helgoland gesunken waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 1466 Soldaten des Commonwealth beigesetzt, die bei den Besatzungsstreitkräften und der Luftwaffe eingesetzt waren. Es folgten einige Jahre später noch weitere 378 Beisetzungen von Angehörigen des Commonwealth. 14 Gräber wurden für Soldaten anderer Nationalitäten errichtet. Die Bebauung und Bepflanzung auf diesem Soldatenfriedhof folgt den Bestimmungen der CWGC, die auf allen Kriegsgräberstätten einheitlich sind. Der Blick in die Anlage erlaubt eine weite Sicht über die Grabreihen und wird im Hintergrund durch eine Ehrenhalle abgeschlossen. In der Sichtachse hebt sich das große Kreuz mit angebrachtem Kreuzritterschwert (Cross of Sacrifice) deutlich hervor, ihm folgt der Altarstein (Stone of Remembrance) mit der Inschrift „Their Name Liveth For Evermore“. Die aus weißem Kalksandstein ebenerdig aufgestellten Grabsteine sind einheitlich mit dem Emblem der militärischen Einheit, dem Todestag, der Religionszugehörigkeit (soweit bekannt), dem Namen und Dienstgrad und einem Erinnerungsvers von Angehörigen beschriftet. Die Grünfläche ist durchgehend mit einem Rasen bepflanzt, die kleinen Grabsteinbeete sind überwiegend mit halbhohen Rosenstauden geschmückt. Nur vereinzelte Bäume lockern die symmetrisch angelegten Grabsteinreihen und Gebäudeteile auf.


Friedhofsmuseum

Das Museum Friedhof Ohlsdorf besteht seit 1996. Träger ist das Unternehmen Hamburger Friedhöfe -AöR-, die ehrenamtliche Betreuung obliegt dem Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.. In einem kleinen historischen Gebäude nahe dem Haupteingang wird auf 60 m² Fläche die Vielfalt der hamburgischen Friedhofs- und Bestattungskultur gezeigt. Außerdem finden Sonderausstellungen mit wechselnden Themen zur Friedhofs- und Trauerkultur statt. Das Museum dient auch als Auskunftsstelle für kulturell interessierte Friedhofsbesucher. Dazu steht ein Archiv des Förderkreises zur Verfügung. Es umfasst:

 

- Eine Präsenzbibliothek mit etwa 700 Titeln von Büchern, Broschüren und Zeitschriften. Sie sind in einer Datenbank erfasst und nach Themenbereichen und Autoren sortiert

- Eine Kartei über bildende Künstler, die auf dem Ohlsdorfer Friedhof wirkten

- Eine Sammlung von Zeitungsausschnitten und Abbildungen zu Leben und Wirken bekannter Persönlichkeiten, die auf dem Ohlsdorfer Friedhof bestattet wurden. Die Sammlung datiert z. T. zurück bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts

- Eine Sammlung von Aktenauszügen, Fachaufsätzen, Gesetzestexten, Pressemeldungen, Zeitungsausschnitten und dergleichen.

  

  

  

 

 


Alter Wasserturm

Der Wasserturm steht an der Cordes-Allee auf einem hoch gelegenen Teil des Friedhofsgeländes. Mit seinen historischen Bauformen wirkt er eher wie ein Sakralbau oder ein Teil einer Burganlage. Der Turm bildet für die Friedhofsbesucher einen Orientierungspunkt an der Hauptachse des älteren Friedhofsbereichs. Wilhelm Cordes – Bauleiter des Friedhofs und späterer Direktor – entwarf den Wasserturm, der 1898 gebaut wurde. Damals stand er an der östlichen Friedhofsgrenze. Der 34 m hohe Turm enthielt zwei Wasserbehälter: einen 100 m³ fassenden Niederdruckbehälter im unteren Teil und einen Hochdruckbehälter im oberen Bereich des Turms. Der Hochdruckbehälter fasste nur 12 m³ Wasser und lag 18 m über dem Gelände. Im seitlichen Anbau führt eine steinerne Wendeltreppe bis zur mittleren Turmebene oberhalb des Niedrigdruckbehälters. Nach oben schloss sich ursprünglich eine eiserne Wendeltreppe an, die im Zentrum des Turms durch den oberen Behälter hindurch bis zur Aussichtsplattform führte. Der Turm diente ursprünglich der Wasserversorgung des Friedhofgeländes, insbesondere der Deckung des gärtnerischen Bedarfs. Es gab zusätzlich noch vier Wasserspeicher auf dem Friedhofsgelände, von denen einer heute noch am Nordring steht. Der 1877 eröffnete Parkfriedhof Ohlsdorf hatte von Anfang an eine durchgeplante eigene Infrastruktur. Dazu gehörte auch eine 1879 eingerichtete eigene Wasserversorgung mit zwei Pumpwerken. Das Wasser stammte zum Teil aus friedhofseigenen Brunnen, zum Teil aus dem Nordteich. Der Wasserbedarf nahm jedoch zu, und die Brunnen waren nach einigen Jahrzehnten nicht mehr so ergiebig. Daher wurde der Friedhof 1919 an das städtische Wasserversorgungsnetz angeschlossen. Zusätzlich betrieb man zunächst weiterhin die eigene Wassergewinnung, bis man schließlich in den 1920er Jahren wegen der zunehmenden Mängel in der Anlage darauf verzichtete. Im 2. Weltkrieg hat man den großen Wasserbehälter zu einem Luftschutzraum umgebaut. 1941 erwiesen sich die Dachbalken als morsch, woraufhin der Kopf abgerissen und durch ein provisorisches Dach ersetzt wurde. Der Zustand des Baus verschlechterte sich in den folgenden Jahrzehnten weiter. Bei einer Begutachtung im Jahr 1980 fand man einen völlig verrosteten Wasserbehälter vor. Das Mauerwerk im oberen Bereich war in sehr schlechtem Zustand. 1989 begann eine umfangreiche Sanierung durch die Beschäftigungsgesellschaft " Arbeit und Lernen GmbH", die 1992 abgeschlossen wurde. Der Turmkopf wurde originalgetreu wiederhergestellt, nachdem man den Wasserbehälter entfernt hatte. Die alte Treppe wurde durch eine Stahltreppe ersetzt. Seit 2003 nutzt der Verein „Garten der Frauen e.V“ den ehemaligen Wasserturm. Im Sommerhalbjahr ist der Turm an Sonntagnachmittagen öffentlich zugänglich.

  

  

  


Kapellen

Kapelle 1

Kapelle 2

Kapelle 3

Die erste Kapelle 1 entstand 1877 aus dem Bauernhaus Schwen. Die heutige Kapelle wurde 1965 erbaut und 1995 renoviert.

Erbaut 1885/86 im neugotischen stil nach Plänen des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes, renoviert 2000. Ältester steinerner Bau auf dem Friedhof.

Erbaut 1894 nach Plänen des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes.

Kapelle 4

Kapelle 6

Kapelle 7

Erbaut 1896-98 im neugotischen Stil nach Plänen des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes, renoviert 1995. 

Erbaut 1904/05 im sog. Heimatstil nach einem Entwurf des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes.

Erbaut 1907/08 nach Plänen des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes. Dach mit grauem Schiefer gedeckt, zu den vier Himmelsrichtungen je ein kleiner Turm mit Fenstern.

Kapelle 8

Kapelle 9

Kapelle 10

Erbaut 1910-12 nach Plänen des ersten Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes. Kolumbarium für oberirdische Beisetzungen in Urnenwänden.

 1917 in Holzbauweise errichtet, renoviert 1997

Die erste Kapelle 10 wurde als Notkapelle in Holzbauweise errichtet. Nach einem Brand wurde dieses Gebäude 1983 an gleicher Stelle errichtet.

Kapelle 11

Kapelle 12

 Kapelle 13

Erbaut 1950/51, renoviert 1999. Im rechten Innenhof ist ein Kolumbarium für oberirdische Urnenbeisetzungen in Nischen eingerichtet.

Erbaut 1912 im Vierländer Heimatstil mit Ziermauerwerk Deckenmalereien von Fischer-Trachau

Erbaut 1927/28 von Oberbaudirektor Prof. Fritz Schumacher, renoviert 1996. Norddeutsche Backsteinarchitektur der 20er Jahre. 


Hügelgräber


Deutscher Soldatenfriedhof

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Hamburg-Ohlsdorf befindet sich innerhalb des Friedhofs Ohlsdorf, der im Stadtteil Ohlsdorf der Stadt Hamburg in Deutschland liegt. Die Gräber der deutschen Soldaten befinden sich in der Mitte des West-Ost-Verlaufs des Friedhofs an der Krieger-Ehrenallee in der Nähe der Kapelle 9. Die deutschen Kriegsgräberfelder des Ersten Weltkriegs und des Zweiten Weltkriegs schließen aneinander an. Auf einem Gedenkstein wird der in Hamburger Lazaretten verstorbenen deutschen Soldaten aus den Jahren 1870/1871 gedacht. Hier ruhen mehr als 3400 Gefallene des Ersten Weltkriegs. Sie verstarben im Lazarett oder wurden aus dem Ausland zugebettet. Die Gestaltung des Gräberfeldes der Gefallenen wurde in einem Wettbewerb erarbeitet. Daher ergab sich die gleiche Höhe der Grabstelen aus Oberkirchener Sand, die nur im Kopfteil voneinander abweichen. Auf dem Gräberfeld sind auch französische und russische Kriegsgefangene, die verstarben, beigesetzt. In den 1950er und 1960er Jahren wurden auch ausländische Opfer und gestorbene Kinder von Zwangsarbeiterinnen hier beigesetzt. Die Namen der Gefallenen sind in einer Namensliste zugänglich. Hier ruhen außerdem 1931 Gefallene des Zweiten Weltkriegs (Deutsche Soldatengräber 1939–1945). Die Gräber sind durch liegende Steine, das Grabfeld durch drei stehende Steinkreuze gekennzeichnet. Das Denkmal für die deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs enthält im Inneren Wandzeichnungen von Franz Mikorey (Bildhauer). Opfer des Nationalsozialismus (sowjetische Kriegsgefangene, Kinder von sowjetischen und polnischen Zwangsarbeiterinnen, hingerichtete Deserteure) fanden hier ebenfalls ihre Ruhestätte.


Denkmal Revolutionsgefallene

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Polizeigräber "Blutbuche"

Ursprünglich geht die Errichtung der Gedenkstätte auf die Folgen eines kommunistischen Aufstandes im Oktober 1923 zurück. Bei dem Aufstand wurden 24 Polizeidienststellen in Hamburg und Umgegend überfallen und es kam zur Besetzung einiger Polizeidienststellen. Bei den Kämpfen in den folgenden Tagen wurden 17 Polizeibeamte getötet, von denen 14 an der Blutbuche beerdigt wurden.


Denkmal Grablegung Jesu

Die Skulptur besteht aus Schiffbaublechen und wurde von der Lehrwerkstatt der Schiffswerft Blohm&Voss im Jahr 2000 gefertigt.


Skulptur "Prophet und Genius"

Geschaffen wurde die Skulptur von Prof. Gerhard Marcks (*1889; †1981) im Jahr 1961. Sie wurde 1972 der Stadt Hamburg geschenkt und am 7.11.1972 enthüllt.  


Skulptur "Schicksal"

Skulptur: Das Schicksal, 1905, Hugo Lederer 


Althamburger Gedächtnisfriedhof

Zwischen 1896 und 1905 wurde gegenüber dem Haupteingang der Althamburgische Gedächtnisfriedhof, damals unter dem Namen Ehrenfriedhof, angelegt. Seine Struktur ist die des Parterres eines Barockgartens mit symmetrisch angeordneter Wegführung und säulenförmig geschnittenen Eiben. Oberhalb des Garten an einer Treppenanlage ist eine überlebensgroße, weithin sichtbare Christusstatue aus weißem Marmor aufgestellt. Sie ist ein Werk des Bildhauers Xaver Arnold und wurde 1905 von dem Reeder Friedrich Wencke (1842–1905) gestiftet. Der Ehrenfriedhof gilt als „stadtgeschichtliches Gedächtnis Hamburgs“, da hier Menschen beerdigt wurden, „deren Wirken für Hamburg bedeutsam war“. Insbesondere in den ersten Jahren seines Bestehens sowie ab 1926 wurden bedeutende Persönlichkeiten von den aufgelösten alten Friedhöfen hierher umgebettet, in den 1960er Jahren kamen die Gebeine von den Friedhöfen in Hamm und in Wandsbek hinzu. Seit 1998 bettete man weitere Personen, deren Ruhezeit in ihren ursprünglichen Grabstätten abgelaufen war, hierher um. Die Ruhezeit für diese Gräber im öffentlichen Interesse ist unbeschränkt. Die Grabmale sind entlang der Wegachsen nach Berufs- und Bedeutungsgruppen angeordnet, dabei handelt es sich um 74 Sammelgräber, zum Beispiel für Bürgermeister, Senatoren, Kaufleute, Juristen, die Pastoren der Hauptkirchen, Dichter und Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Lehrer verschiedener Schulen oder Architekten, und sechs Familiengräber, so für die Familie Anderson und Rodenborg, die Familie des Malers Philipp Otto Runge, Familie von Struve, Familie Anckelmann, Kellinghusen, Overdiek und Rodriga, Familie Merck und für die Familie Gossler. Im Bereich Domkapitel und Adel liegen die ehemals im Hamburger Dom beigesetzten Mitglieder der Familie von Kielmansegg, darunter Friedrich Christian Kielman von Kielmansegg. Außerdem befinden sich zehn Einzelgräber in dieser Anlage, 1905 vom Friedhof St. Georg umgebettet wurden der Gelehrte und Lehrer am Johanneum Vincent Placcius (1642–1699) und der Archivar Johann Martin Lappenberg (1794–1865). Ebenfalls hierher verlegt wurden der Baumeister Alexis de Chateauneuf (1799–1853), der Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder (1744–1816) und der Übersetzer Johann Diederich Gries (1775–1842), direkt beerdigt wurden der Direktor der Kunsthalle Alfred Lichtwark (1852–1914), die Malerin Anita Rée (1885–1933), der Schauspieler Robert Nhil (1858–1938), die Architekten Fritz Schumacher (1869–1947) und Gustav Oelsner (1879–1956). Am östlichen Rand finden sich zudem die Gräber von Ida Ehre (1900–1989) und Gustaf Gründgens (1899–1963). Die Gartenanlage war ab den 1950er Jahren verfallen und wurde 1998 mithilfe von Spenden teilrekonstruiert, doch die ehemaligen Rosenpflanzungen konnten nicht erhalten oder wiederaufgenommen werden. Einzig am Grabmal von Alfred Lichtwark wächst ein Rosenstock der Sorte Rosa venusta pendula.

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Margarethenbrunnen

Der Margarethenbrunnen wurde für die Bundesgartenschau 1953 geschaffen.


Mausoleen

Auf dem Friedhof, ausschließlich im Cordesteil, stehen insgesamt 21 Mausoleen in Form von Grabkapellen, Gruftbauten und Säulenhallen, von denen 16 in der Zeit zwischen 1887 und 1926 und fünf zwischen 2005 und 2008 entstanden. Da nach 1900 ein ausgewählter Bereich am Nordrand des Friedhofs für die Errichtung zugewiesen wurden, finden sich am Westring, in der Umgebung der Kapelle 7, zehn dieser Grabanlagen. Weitere Grabbauten befinden sich östlich und südöstlich der Kapelle 8 im Bereich der Norderstraße und Waldstraße und östlich der Kapelle 2 an der Kapellenstraße. Bei vielen der alten Mausoleen sind die Nutzungsrechte der Familien der Bauherren abgelaufen; seit etwa 2000 wurden diese in Patenschaften von neuen Nutzern übernommen. 

  

  

  

Familie Höpfner 

Familie Jenisch 

Familie von Schröder 

  

  

  

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Riedemann

  

  


Neues Krematorium


Denkmal NS-Verfolgung

Gegenüber dem Neuen Krematorium liegt die Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Sie wurde 1949 als Mahnmal mit einer Stele und einer vor dem Denkmal liegenden Marmorplatte eingerichtet, graviert sind die Namen von 25 Konzentrationslagern. Auf dem Gräberfeld befindet sich in 105 ober- und 29 unterirdischen Urnengefäßen die Asche von Opfern und Erde aus deutschen Konzentrationslagern. Sie ist hervorgegangen aus der bereits im November 1945 während einer Trauerwoche eingeweihten Erinnerungsstätte 

  


Grabstätte Troplowitz

 

 


Fotos, texte, grafiken: JHreisen - Wikipedia / Daten und Links ohne Gewähr (05.2018)