Allgemeines

Altona-Nord ist ein Stadtteil von Hamburg im Bezirk Altona. Der Stadtteil entspricht der nördlichen Vorstadt der bis 1938 selbständigen holsteinischen Stadt Altona (Elbe). Altona-Nord grenzt im Westen an Ottensen und Bahrenfeld, im Nordwesten an Stellingen, im Norden und Osten an Eimsbüttel und im Süden an Altona-Altstadt. Der Grenzverlauf zwischen Altona-Nord und Altona-Altstadt deckt sich größtenteils mit der vom Altonaer Bahnhof aus nach Nordost verlaufenden Max-Brauer-Allee, mit Ausnahme eines Bogens, der von der Kreuzung mit der Holstenstraße nach Norden abknickt und unter Einschluss des Bahnhof Holstenstraße in das Gebiet von Altona-Altstadt über die Stresemannstraße wieder auf die Max-Brauer-Allee zurückläuft. Das nordöstlichste Stück des Grenzverlaufs auf dieser Straße berührt auf knapp 200 Metern das Gebiet des östlich davon gelegenen Schanzenviertels. Zum eigenständigen Stadtteil wurde Altona-Nord erst nach dem Zweiten Weltkrieg; bis dahin war es Teil der Altonaer Altstadt. Entlang der Max-Brauer-Allee befinden sich mehrere denkmalgeschützte Bauwerke aus der Zeit um 1900: das Nyegaard-Stift, die Gebäude des Amts- und des ehemaligen Landgerichts sowie das Gymnasium Allee. Am ehemaligen Diebsteich (heute ein Sportplatz) stehen die in den 1920er Jahren nach Plänen des Altonaer Oberbaudirektors Gustav Oelsner errichteten Gebäude des Arbeitsamtes Altona und des Wohnblocks Lunapark, zwei wegweisende Beispiele des Neuen Bauens.


neue flora

Die Neue Flora (Stage Theater Neue Flora) in Hamburg-Altona-Nord, 1988 bis 1990 nach Plänen der Architekten Uwe Köhnholdt und Konstantin Kleffel errichtet, ist mit 1965 Plätzen (1415 im Parkett, 550 im Rang) eines der größten Theater in Deutschland. Der Zuschauerraum hat eine Fläche von 1530 m², die Bühne eine solche von 240 m². Das Bühnenportal ist 14 Meter breit und 8,5 Meter hoch. Nachdem seit April 1986 in dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Operettenhaus an der Reeperbahn mit großem Erfolg das Musical Cats von Andrew Lloyd Webber gespielt wurde, kam die Stadt mit den Produzenten überein, ihnen zusätzlich für Das Phantom der Oper das marode Floratheater im Schanzenviertel am Schulterblatt 71 zu überlassen, das seit Jahrzehnten nur noch als Warenhaus genutzt wurde. Dagegen formierte sich militanter Widerstand. Schließlich besetzten im Jahr 1989 Autonome das Gebäude und nannten es Rote Flora. Zuvor war bereits am 13. September 1988 verlautbart worden, dass man den Standort Ecke Stresemann-/Alsenstraße in Altona-Nord für besser geeignet halte wegen der gegenüberliegenden S-Bahn-Station Holstenstraße und der dortigen „Gleichgültigkeit gegenüber dem Bauvorhaben“. Tatsächlich war der Bau auch hier umstritten: Anwohner klagten erfolglos durch zwei Instanzen gegen die Baugenehmigung und die Bezirksversammlung Altona forderte Maßnahmen zum Schutz der angrenzenden Wohnquartiere vor dem zusätzlichen Verkehr. Nach der Insolvenz der Stella AG 2002 übernahm die Stage Entertainment (ehemals Stage Holding) das Unternehmen und veranlasste umfangreiche Umbauten in allen Bereichen.

              

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Holsten brauerei (geschlossen)

Die Holsten-Brauerei AG (gegründet 1879) hatte ihren Sitz im Gebiet des heutigen Stadtteils, gab 2016 die Aufgabe des Standortes bekannt. Der Abbau der Produktionsanlagen und der Umzug waren für 2019 geplant, aber schon Mitte 2018 zogen erste Brautanks um und im November 2019 erfolgte die Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte in Hamburg-Hausbruch. Nach dem Umzug der Produktion nach Hamburg-Hausbruch im November 2019 wurde das rund 8,6 Hektar große ehemalige Brauereigelände in Hamburg-Altona-Nord frei. Das Areal liegt zwischen der Holstenstraße, der Haubachstraße und der Chemnitzstraße in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Holstenstraße. Mehrere Gebäude des historischen Brauereigeländes stehen unter Denkmalschutz, darunter der Juliusturm, das Sudhaus, das Malzsilo und die Schwankhalle. Auch gründerzeitliche Wohngebäude im Randbereich des Geländes sowie die angrenzende Theodor-Haubach-Schule, die eine Erweiterung plant, sind Bestandteil des Plangebiets.

             

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viktoria kaserne (geschlossen)

An der Bodenstedtstraße Ecke Zeiseweg steht noch der letzte, nach 1880 gebaute Rest der ehemaligen, jetzt unter Denkmalschutz stehenden Viktoria-Kaserne. Dieser massive Bau mit den markanten Zinnentürmen ist eines der letzten Zeugnisse militärischer wilhelminischer Backsteinbauten in Norddeutschland. Die Viktoria-Kaserne ist eine ehemalige Kaserne im Hamburger Stadtteil Altona-Nord. Sie wurde von 1878 bis 1883 für das preußische Infanterie-Regiment Nr. 31 errichtet. Zur Kaserne gehörten drei große Mannschaftsgebäude, von denen heute noch eins erhalten ist, sowie mehrere zum Teil ebenfalls erhaltene Nebengebäude wie Exerzierhallen, Ställe und Wagenremisen. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Gelände von der Polizei genutzt; ein Teil diente nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Notunterkunft für Flüchtlinge. Heute wird das Areal mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden von verschiedenen Vereinen der Kultur- und Sozialarbeit genutzt.

              

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Quatsch Comedy Club

Der Quatsch Comedy Club entstand als Bühnenshow, mit der Thomas Hermanns 1992 in Hamburg die Stand-up-Comedy als eigenständiges Format nach Deutschland brachte. Seinen Ursprung hatte der Quatsch Comedy Club in der Kantine des Hamburger Schauspielhauses. Lange Zeit war dann das Imperial Theater auf der Reeperbahn die Heimat des Clubs. Als Hermanns die sogenannte „Kleine Revue“ im Keller des Friedrichstadtpalastes in Berlin zur Miete angeboten wurde, zog der erfolgreiche Club in die Hauptstadt. 1996 wurde die Show von ProSieben erstmals im frei zugänglichen Fernsehen ausgestrahlt. Der Quatsch Comedy Club ist die am längsten laufende Comedy-Sendung im deutschen Fernsehen. Anfang 2006 wurde ein zweiter Live-Club am Ursprungsort in Hamburg durch die Stage Entertainment eröffnet. Der Club hatte dort das traditionsreiche Café Keese auf der Reeperbahn als festen Spielort bekommen. Ab Februar 2011 wird der Stage Club am Musicaltheater Neue Flora zum neuen Spielort. Eigentümer beider Clubs ist Thomas Hermanns' Firma "Serious Fun GmbH & Co. KG".

 

 

 

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