Allgemeines

Bahrenfeld ist ein Stadtteil im westlichen Hamburg. Er gehört zum Bezirk Altona. 1938 eingemeindet hat der Stadtteil im Jahr 2008 über 26.000 Einwohner.  


Geschichte (Auszüge)

Bahrenfeld wurde im Jahr 1256 erstmalig erwähnt. 1890 wurde es Teil der Stadt Altona/Elbe und mit dessen Eingemeindung 1938 Teil Hamburgs. In den 1930er Jahren wurden die Grenzen der Hamburger Stadtteile angepasst. Bahrenfeld erhielt weite Teile der Ottenser Feldmark, auch Neu-Ottensen genannt, die bis dahin zu Ottensen gehörte. 1923 verlegte die Firma Reemtsma die Zigarettenproduktion von Erfurt ins damals preußische Altona-Bahrenfeld. Ab 1930 produzierte auch die British American Tobacco in Bahrenfeld. Nach Auszug von BAT wurde die Produktionsstätte zum Westend Village, einer komfortablen Wohnanlage, umgebaut. Seit der Eröffnung der Bundesautobahn 7 Mitte der 1970er Jahre ist Bahrenfeld allerdings in zwei Teile zerschnitten, ihm wurde damit das Zentrum genommen.


Altonaer Volkspark

Bereits 1895 trat ein privates Komitee mit der Forderung an den Altonaer Magistrat heran, den eklatanten Freiflächenmangel im Interesse einer aktiven Gesundheitsfürsorge zu beheben: das industriell geprägte, bis 1938 selbständige Altona/Elbe war seinerzeit die neben Breslau dichtestbesiedelte Großstadt im Deutschen Reich. Die Kommune erwarb seit dieser Zeit zahlreiche private Grundstücke an der Peripherie und in benachbarten Landgemeinden, unter anderem 1903 die Bahrenfelder Tannen, wo später große Teile des Volksparks entstanden. 1913 beschloss der Magistrat unter Oberbürgermeister Bernhard Schnackenburg die Anlage eines Kaiser-Wilhelm-Parks, obwohl dessen Finanzierung noch nicht gesichert war, und berief Ferdinand Tutenberg zum Gartenbaudirektor. Dieser plante den Park in bewusster Abgrenzung von der noch verbreiteten Gartenbauschule, nach der architektonische Elemente und Gesetzmäßigkeiten den Kunstpark dominieren – vielmehr sollten die natürlichen Gegebenheiten und die darin vorgefundenen Materialien die Gestaltung bestimmen. 1914/15 begannen ca. 1.000 arbeitslose „Notstandsarbeiter“ mit der Herrichtung des Geländes und nahmen die Arbeiten nach einer kriegsbedingten Unterbrechung ab November 1918 wieder auf. Auch wenn die Realisierung der Tutenberg'schen Pläne die gesamte Weimarer Zeit hindurch andauerte, waren wesentliche Teile der nun Altonaer Volkspark genannten Anlage 1920 fertig gestellt. 1925 kam das städtische Stadion dazu. Der heute 205 Hektar große Altonaer Volkspark ist Hamburgs größter öffentlicher Park, dessen Kernbereich seit September 2002 unter Denkmalschutz steht.

     

    

    

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