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Die
Mundsburg bezeichnet ein Gebiet im Hamburger Katasterbezirk (früher
Gemarkung) Uhlenhorst. Nach der durch das Groß-Hamburg-Gesetz neu verfügten
Stadtteilzuordnung gehört ein Teil des Mundsburg-Gebietes jetzt zu
Barmbek-Süd. Der Name geht auf den früheren Eigentümer des Geländes,
den Hamburger Weinhändler Johann Hinrich Mund, zurück, der bereits
1746 verstarb. Im Jahr 1721 erwarb er einen der Immenhöfe auf der
linken Alsterseite, der bereits seit dem 16. Jahrhundert erwähnt wurde.
Dessen neu errichtetes Hauptgebäude wurde nach ihm „Mundtsburg“
genannt. Das Mundsburg-Gelände befand sich zwischen den heutigen Straßen
Schürbeker Straße, Mundsburger Damm und Immenhof. Das Gehöft wurde
zunächst als Gemüsehof mit angeschlossener Viehzucht betrieben. Die
Erben Munds verkauften einen Teil des Geländes an Industriebetriebe,
darunter eine Windmühle. Die Franzosen zerstörten 1813 zu
Verteidigungszwecken das Gelände. Das vereinfacht „Mundshof“
genannte Gebäude wurde danach wieder aufgebaut und im Jahr 1866 von der
Stadt zurück gekauft. Es bestand noch bis 1879. Heute wird das
Einzugs-Gebiet rund um die U-Bahn-Haltestelle Mundsburg als zum Gebiet
der Mundsburg gehörig angesehen. U-Bahnhof, ehemalige Polizeiwache und
das Hammonia-Bad stehen hier unter Denkmalschutz. Die drei rund 100
Meter hohen Hochhaustürme sind weithin sichtbar. Die
beiden an der Hamburger Straße gelegenen Türme wurden im Jahr 1973
nach einem Entwurf der Hamburger Architektengemeinschaft Garten, Kahl
und Bargholz durch den Immobilien-Projektentwickler „Spranger & Büll“
fertiggestellt. Der an der Ecke zum Winterhuder Weg gelegene Turm mit
der Aufschrift „Mundsburg“ - eine der höchsten Wohnanlagen
Deutschlands - ist 101 m hoch und beherbergt von der 5. bis zur 29. Etage
weitgehend 1- und 2-Zimmer-Eigentumswohnungen, der hintere Turm ist
dagegen 90 Meter hoch und hat 22 Büroetagen. Insbesondere
die Eigentumswohnungen waren bei Fertigstellung 1973 noch sehr exklusiv
(das Gebäude verfügte sogar über eine Vorrüstung für eine zentrale
Klimaanlage, die aufgrund der hohen erwarteten Betriebskosten (Ölkrise
1973) jedoch letztlich nie in Betrieb genommen worden ist); die Bewohner
konnten mit dem Fahrstuhl das (mittlerweile nicht mehr vorhandene)
Schwimmbad auf Höhe der 4. Etage erreichen. Die Kaufpreise der
Wohnungen waren bei Fertigstellung dementsprechend sehr hoch. In der
Eingangshalle befindet sich ein Portier. Ein
großes Tor Ecke Hamburger Straße/Winterhuder Weg bildet nach einer
"Revitalisierung" des Mundsburg-Komplexes im Jahr 1998 den
Eingang zum Einkaufszentrum „Mundsburg-Center“ mit Verbindung im 1. Stock
in das "Einkaufszentrum Hamburger Straße". Im Zuge dieser
"Revitalisierung" wurden das bis dahin in Höhe der 4. Etage
(auf dem Dach des Sockelgeschosses) gelegene Schwimmbad, eine Sauna, ein
Sportzentrum sowie ein Kinokomplex aus dem Jahr 1973 zwischen 1997 und
1998 abgerissen. Diese einschneidenden Umbauten haben einen heterogenen
Architekturmix entstehen lassen und den im ursprünglichen Entwurf der
Architekten Garten, Kahl und Bargholz enthaltenen Bezug zwischen
Sockelgeschoss und Hochhaustürmen zerstört. Im
„Mundsburg-Center“ befinden sich seit der „Revitalisierung“
neben diversen Einzelhandels- und Gastronomieangeboten u.a. ein
Multiplexkino sowie eine Automaten-Spielbank. Im
dritten, am Winterhuder Weg gelegenen und 1975 fertiggestellten, 97
Meter hohen Turm mit kleinen umlaufenden Balkonen befinden sich auf 26
Etagen 1- und 2-Zimmer-Mietwohnungen. Eine Besonderheit dieses Wohnturms
ist der im obersten Geschoss gelegene private „Partyraum“, der eine
phantastische Aussicht auf die Hamburger Alster bietet, für
Veranstaltungen Außenstehender aber nicht zur Verfügung steht.
www.mundsburgtower.de
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