Allgemeines

Billstedt entstand 1928 als Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Dörfer Kirchsteinbek, Öjendorf und Schiffbek. Im Zuge des Gross-Hamburg-Gesetzes wurde es 1937 nach Hamburg eingemeindet. Anfang der 1970er Jahre wurde die Großwohnsiedlung Mümmelmannsberg erbaut.


Geschichte

Kirchsteinbek

Erstmals wird der Ort 1212 als Steinbek urkundlich erwähnt. Der Name geht auf die Glinder Au, den den Ort teilenden steinigen Bach, zurück. Mit dem Bau der ersten Kirche 1239 wird das Dorf auch Kirchsteinbek genannt. 1321 wird erstmals eine Kornmühle im Ort genannt. Seit diesem Jahr gehört er auch zum Kloster Reinbek und wurde Zentrumsgemeinde eines Kirchspiels, zu dem 18 weitere Dörfer gehörten. Nach der Reformation und der damit verbundenen Auflösung des Klosterbesitzes kommt Steinbek zum landesherrlichen Amt Reinbek. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde der Ort endgültig in Kirchsteinbek umbenannt und dem neu gegründeten Kreis Stormarn zugeordnet. Mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam der Ort zum Amtsbezirk Schiffbek. Seit ca. 1900 begann die Verstädterung der bisher dörflichen Gemeinde. 1927 wurde Kirchsteinbek mit Schiffbek und Öjendorf zur neuen Großgemeinde Billstedt zusammengelegt. Es hatte damals 2.154 Einwohner.

      

Öjendorf

Öjendorf wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1265 gehörte das Dorf zum Kirchspiel Kirchsteinbek. Zuvor waren die Bewohner – wie auch die aus Schiffbek – nach Hamburg zur Hauptkirche St. Jacobi eingepfarrt. Öjendorf war stets der kleinste der drei Teilorte. Zum Zeitpunkt der Gründung Billstedts wohnten nur knapp 700 Menschen dort. Noch heute sind einige alte Bauernhäuser im Ort erhalten. Die Freiwillige Feuerwehr Öjendorf wurde offiziell im Jahr 1890 gegründet, wobei Dokumente schon im Jahr 1880 eine Feuerwehr in Öjendorf aufzeigen. In Öjendorf liegt das Naherholungsgebiet Öjendorfer See und der Hauptfriedhof Öjendorf, der 1966 als zweiter Hauptfriedhof Hamburgs angelegt wurde.

      

Schiffbek

Wie Kirchsteinbek wurde 1212 auch Schiffbek erstmals urkundlich erwähnt. Zwar war der Ort dem Hamburger Domkapitel tributpflichtig, verwaltungsmäßig gehörte er jedoch zum Kloster Reinbek, nach der Reformation dann zum landesherrlichen Amt Reinbek. Mit Gründung der Jutespinnerei 1881 zogen viele Arbeiter aus Polen und Böhmen nach Schiffbek, das daher Ende des 19. Jahrhunderts auch eine römisch-katholische Gemeinde erhielt. Im Rahmen des Hamburger Aufstandes der KPD wurde am 23. Oktober 1923 die Polizeiwache überfallen und die dort liegenden Waffen erbeutet. Schiffbek entwickelte sich zu einem Zentrum des Aufstandes. Zum Zeitpunkt der Bildung Billstedts hatte der Ort knapp 9000 Einwohner. Das ehemalige Dorf bildet heute das Zentrum Billstedts. Hier sind Ortsamt, Einkaufszentrum und Fußgängerzone vorhanden.


Steinbeker Kirche mit friedhof

Die heutige Dreieinigkeitskirche stammt von 1884 und liegt auf dem Geestrand, so dass sie einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt abgibt. Sie wurde nach Plänen von Otto Ritscher errichtet. Im Innern befinden sich zwei Kronleuchter von 1679 und 1719, die der Vorgängerkirche entstammen.

     

     
     

kreuzkirche / syrisch-orthodoxe Kirche (Schiffbek)

Die Kirche wurde 1953 vom Architekten Gerhard Langmaack an der Billstedter Hauptstraße erbaut, zehn Jahre nach der Zerstörung der alten Kirche im Kreuzkirchenstieg. Die denkmalgeschützte Kirche beeindruckt durch ihre schlichte Kreuzform. Besonderes Schmuckstücke sind das große Altarfenster über dem Altar und die 1995 erbaute Matthis-Orgel im linken Seitenschiff. Nach der 2001 erfolgten Fusion der beiden Kirchengemeinden Kreuzkirche Schiffbek und Jubilatekirche Öjendorf zur Kirchengemeinde in Schiffbek und Öjendorf wurde die Gemeinde überwiegend in die Merkenstraße verlagert. Daher wurde die Kirche 2019 an die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde St. Michael verkauft. Die Nutzung erfolgt weiterhin durch beide Gemeinden.

     


Timotheuskirche

Timotheuskirche oder St. Timothei (San Timoteo) ist der Name von Kirchen, die dem heiligen Timotheus, Bischof und Mitarbeiter des Apostels Paulus, gewidmet bzw. nach ihm benannt sind.

     
 

St.Paulus Kirche

Die ev. lut. Kirche wurde zwischen 1957 und 1961 gebaut. Erbauer waren paul suhr und friedrich r. ostermeyer.

     


DENKMÄLER WIDERSTAND NS-ZEIT


friedhof (öjendorf)

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Kulturpalast

Im ehemaligen Wasserwerk am Öjendorfer Weg ist seit 1993 der Kulturpalast im Wasserwerk beheimatet. Dort treffen sich ca. 40 Gruppen und es werden über 70 Kurse im Jahr durchgeführt. Aber auch Konzerte, Kabarett und Kino gehören zum Angebot. Mit 50.000 Besuchern jährlich ist der Kulturpalast das größte Stadtteilzentrum im Bezirk Hamburg-Mitte.

     
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