Allgemeines

 

Geschichte

Im Jahr 1256 erhielt Hamburg von den Schauenburger Grafen die sogenannte „alte Bürgerweide“ zugesprochen. Sie liegt im nördlichen Teil des heutigen Stadtteils Borgfelde.Vermutlich ist der Stadtteilname von den früher hier weidenden Schweinen (plattdeutsch „borg“) abgeleitet. Möglich ist aber auch die Ableitung von „Bürgerfeld“, wofür die o.g. Bezeichnung „alte Bürgerweide“ spricht.

Erst nachdem die Stadt Hamburg die Torsperre aufgehoben hatte, setzte ab 1860 östlich des Berliner Tors die städtische Besiedelung ein. Zuvor war das Gebiet seit 1679 als Vorfeld (sog. Glacis) der Stadtbefestigung freigehalten. Es wurde hauptsächlich als Viehweide genutzt. Nach der Erhebung zum Vorort 1871 begann die planmäßige und rasante Besiedlung des oberen Borgfeldes auf dem Geesthang. Als seit 1884 das Marschgebiet des äußeren Hammerbrooks erschlossen wurde, wurde das Gebiet zwischen Bille und Geesthang soweit es an Borgfelde angrenzte diesem zugeschlagen und ebenfalls bebaut. Während Oben-Borgfelde eher bürgerlich strukturiert war, fanden in Unten-Borgfelde eher sozial schwächer gestellte Familien Unterkunft.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 wurde Borgfelde im Zuge des Hamburger Feuersturms zu großen Teilen durch die abgeworfenen Bomben zerstört. Die Einwohnzahl fiel auf lediglich noch ein Achtel der Vorkriegsbevölkerung. Beim teilweisen Neuzuschnitt der Hamburger Stadtteile wurde 1949 das Gebiet zwischen Mittelkanal und Bille wieder dem Hammerbrook zugeordnet. Der Wiederaufbau schuf auch in Borgfelde die typische Nachkriegs-Zeilenbauweise anstelle der früheren Blockrandbebauung.


Erlöserkirche

Die Erlöserkirche von 1952, erbaut nach Plänen von Henry Schlote und Friedrich R. Ostermeyer, ersetzt den Vorgängerbau, eine neoromanische Backsteinkirche von 1901, der dem Bombenkrieg zum Opfer fiel. An die Kriegsopfer beider Weltkriege erinnert das Mahnmal von Hans Kock an der Ostfassade der Kirche.

       
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