Allgemeines

Bramfeld ist ein Stadtteil im Bezirk Wandsbek. Zum Ortsamtsbereich Bramfeld gehören die Stadtteile Bramfeld und Steilshoop mit rund 70.000 Einwohnern, der Stadtteil hingegen umfasst etwa 50.000 Einwohner. Zu Bramfeld gehört auch das ehemalige Dorf Hellbrook. Das ehemalige Dorf Bramfeld wurde erst 1937 zu einem Hamburger Stadtteil. Das ganze Gebiet ist ein wenig markanter Ballungsraum von Wohn- und Gewerbeansiedlungen, etwas, was man heute mit dem Begriff „Zwischenstadt“ umschreibt. Dabei handelt es sich um dörfliches Gelände, das von einer wachsenden Stadt eingeschlossen wurde und aktuell sowohl städtische wie dörfliche Elemente aufweist. Der Bramfelder Dorfplatz befindet sich am alten Ortsmittelpunkt von Bramfeld. Er liegt an der Bramfelder Chaussee Höhe Heukoppel. Seinen Namen erhielt er erst 1950 nach der ortsüblichen Bezeichnung, die es bereits im alten Dorf Bramfeld gab und die später amtlich übernommen wurde. Davor hieß der Platz "Bei der Friedenseiche". ab ca. 2028 ist bramfeld über die U-bahnlinie u5 erreichbar.


Geschichte

Um 1100

Gründung als stormarnsches Dorf im Rahmen der Kolonisierung durch Heinrich den Löwen

1271

Erste urkundliche Erwähnung als abgabenpflichtiges Dorf gegenüber dem Hamburger Domkapitel

1460 - 1863

Vorwiegend unter dänischer Verwaltung / Durch Kriege und Seuchen wurden die bei Bramfeld liegenden Dorfgemeinschaften Klein-Bramfeld, Haldesdorf und Rokesberg verwüstet

1772

251 Einwohner / Außer den 10 Bauernfamilien zählten auch Handwerker und Tagelöhner zu den Dorfbewohnern

1848 - 1864

Schleswig-Holstein-Konflikt endete mit dem Sieg Preußen-Österreichs über Dänemark

1867

Bramfeld kam unter preußische Verwaltung / Die ersten Gärtner siedelten sich in Bramfeld an

1879

Der alteingesessene Handwerksbetrieb von Max Bahr entsteht. Johann Jacob Heinrich Bahr gründet eine Stellmacherei für die Produktion von Wagenrädern und -gestellen

1900

1506 Einwohner / Das Dorf ist zur Vorstadt geworden / Der Ortsteil Hellbrook wuchs an Barmbek heran / Mehr Gärtnereien als bäuerliche Betriebe in Bramfeld

1910

3429 Einwohner / Bramfeld bildete mit Steilshoop zusammen einen eigenen Amtsbezirk

1914

Bau der Osterkirche, Bramfeld wird selbstständige Kirchengemeinde

1919

Die Hochbahn plant erstmalig eine U-Bahn-Anbindung für Bramfeld, was Anfang der 1920er-Jahre wieder verworfen

1928

7171 Einwohner / Bramfeld ist zum Arbeiter- und Angestelltenwohnbezirk geworden / Siedlungsbau begann / Bramfeld war das zweitgrößte Gemüseanbaugebiet nach den Vier- und Marschlanden

1937

Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde Bramfeld nach Hamburg eingemeindet

1941 - 1944

die Maimoorsiedlung wurde unter Federführung der „Neuen Heimat“ mit holländischen Zwangsarbeitern errichtet

1948

Bramfeld erhält Straßenbahnanschluss, Linie 9: (Flughafen)-Hauptbahnhof-Barmbek-Bramfeld, die Einstellung erfolgte 1965

1949

Im Rahmen der Bezirksverwaltungsreform kam Bramfeld zum Bezirk Wandsbek und bildete mit Steilshoop einen Ortsamtsbereich

1950

24 418 Einwohner leben in Bramfeld

1953

Gartenstadt Hohnerkamp wird gebaut

1959

Der Otto-Versand kam aus Schnelsen nach Bramfeld in die Wandsbeker Straße und wurde bald zum größten Arbeitgeber im Stadtteil

1960

die Hegholt-Siedlung wird gebaut

1965

56 663 Einwohner / Die Hochbahn stellt die Straßenbahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und Bramfeld ein

1967

Der dörfliche Charakter mit Strohdachhäusern und Dorfteich verschwand endgültig mit dem Karstadt-Neubau / Ausbau der Bramfelder Chaussee

1980

Umdenken bezüglich Stadtentwicklung setzte ein / Der Verlust des Ortszentrums wurde bedauert, Verkehrszunahme kritisiert, Alternativplanungen in Auftrag gegeben

1992

Gründung „Runder Tisch für Bramfeld“ anlässlich der Planung des Pavillondorfes für Asylbewerber/Flüchtlinge

1993

Gründung der Stadtteilkonferenz

1996 - 99

Fertigstellung einer privaten Öko-Siedlung und einer Solar-Muster-Siedlung der HGW auf der Karlshöhe / 50 038 Einwohner

2002

Vorlage des Rahmenplankonzeptes zur Zukunft des Bramfelder Ortskerns, das aus drei Planungswerkstätten hervorgegangen ist

2003

Brakula und Nebengebäude werden auf Initiative des Stadtteilarchivs unter Denkmalschutz gestellt

2006

GbR Kulturinsel Bramfeld gegründet, die die konkrete Umsetzung des Projektes Kulturinsel in Angriff nimmt

2009-2010

Der Bau der sog. Stadtbahn wird beschlossen. Die Endhaltestelle des ersten Abschnitts soll am Bramfelder Dorfplatz liegen. Später wird die Entscheidung rückgängig gemacht

2011

Das neue Einkaufszentrum "Galerie" mir über 60 Geschäften wird zusammen mit dem Parkhaus an der Herthastraße im April eröffnet.


Denkmal Friedenseiche

Mitten auf dem Bramfelder Dorfplatz befindet sich ein Adler, der auf ein paar Kanonenkugeln und einem Findling sitzt. Vor dem Denkmal befindet sich das alte Bramfelder Wappen. Die Friedenseiche wurde im Jahr 1871 gepflanzt, während der Findling im Jahr 1998 gefunden wurde. Alles zusammen markiert den alten Dorfmittelpunkt von Bramfeld.

          

 


Osterkirche

Der Kirchenbau an der Bramfelder Chaussee entstand 1913/14 nach Plänen von Wilhelm Voigt. Äußerlich der architektonischen Heimatschutzbewegung zuzuordnen, entspricht die innere Gliederung und Gestaltung als Zentralbau der Reformbewegung des lutherischen Kirchenbaus um die Jahrhundertwende. Gestalterische Vorbilder waren Kirchenbauten aus dem 18. Jahrhundert in Rellingen und Niendorf. Das Pastorat schuf 1908 C.W. Gundlach.

           

 


Altes Schulgebäude

Das Schulhaus entstand 1888-89 als Ersatz für die alte Schulkate. Es befindet sich am Bramfelder Dorfplatz und wird heute von Ärzten genutzt.
          

 

 


Ehrenmal

Das Denkmal befindet sich am Ende der Straße "Am Ehrenmal" neben einer Wiese. Es ehrt die 165 Bramfelder und Steilshooper Soldaten, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen. Eine Steinplatte erinnert auch an die gefallenen des 2.Weltkrieges. Das Ehrenmal wurde von dem Bildhauer Karl Schurig aus Barmbek geschaffen. Die Steine stammen aus dem Bramfelder See. Das heute umstrittene Denkmal wurde erst im Jahr 1935 aufgestellt, obwohl man bereits 1919 den Beschluss dazu gefasst hatte.

          

 


Siedlung Hohnerkamp

Die Siedlung mit 1530 Wohnungen wurde 1953-54 nach Plänen von Hans Bernhard Reichow erbaut. Sie ist eingebettet in eine großzügig angelegte Grün- und Gartenanlage. Als in den 1980er Jahren erheblicher Renovierungsbedarf entstanden war, entschied die Wohnungsbaugesellschaft SAGA, dass ein Abriss und anschließender Neubau rentabler sei. Dies rief erheblichen Bürgerprotest und Hausbesetzungen hervor. Seit 1987 stehen die Fassaden der Gebäude unter Denkmalschutz.

 

 

 

 

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EKZ Bramfeld "Galerie"

Der Marktplatz Galerie steht mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 20.000 m² an der Ecke Bramfelder Chaussee und Herthastraße. Gemeinsam mit dem Bauunternehmen Max Bögl entstand so ab 2009 in 21 Monaten Bauzeit ein neues Zentrum für die rund 50.000 Einwohner des Hamburger Stadtteils. Zuvor befanden sich hier der Max-Bahr-Baumarkt und das Geschäft hertie.

 

     

 

 

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Brakula

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Das Stadtteilkulturzentrum Bramfelder Kulturladen, kurz Brakula, befindet sich in einem alten, 1887 erbauten, Bauernhaus an der Bramfelder Chaussee unweit der Dorfplatzes.


Försterhaus

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Das Haus wurde im Jahr 1880 zusammen mit dem daneben gelegenen Haupthaus (heute Brakula) für den Bauern Wels errichtet und später von der Familie Junghans übernommen. Anfang des 20. Jh diente es dem pensionierten Förster Junghans als Wohnhaus – daher der Name „Försterhaus“. Heute befindet sich hier ein Autohändler.


Altes "Rathaus"

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Als Gebäude der Gemeindeverwaltung am Bramfelder Dorfplatz errichtete man 1911-12 das „Rathaus“ nach Plänen von Peter Claussen. Heute befindet sich hier ein Restaurant.


Links

www.stadtteilarchiv-bramfeld.de

Webseiten eines Vereins zur Stadtteilgeschichte

www.wandsbek-begehbar.de

Webseiten zur Geschichte, verbunden mit Rundgängen im Bezirk Wandsbek

www.ff-bramfeld.de

Webseiten der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld

www.brakula.de

Webseiten des Bramfelder Kulturladen e.V.

www.osterkirche-bramfeld.de

Webseiten der Osterkirchen-Gemeinde


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