Allgemeines

Duvenstedt gehört zum Bezirk Wandsbek und liegt im Norden von Hamburg. Das "Dorf" grenzt an den Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Es umfasst eine Fläche von ca. 6,8 Quadratkilometern und hat ca. 6.300 Einwohner. Im Jahr 2011 feierte Duvenstedt seinen 750. Geburtstag.


Geschichte

Duvenstedt wurde erstmals 1261 erwähnt. Die Bauern leisteten zu diesem Zeitpunkt ihren Zehnten an das Hamburger Domkapitel. Der Herzog von Lauenburg verpfändete das Dorf im Jahre 1571 an den holsteinischen Herzog Adolf. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte es zum alten landesherrlichen Amt Tremsbüttel. Ab 1693 kam es wirtschaftlich zum neu gebildeten Kanzleigut Tangstedt, dem bis in das Jahr 1876 Hand- und Spanndienste geleistet werden mussten. 1830 bestanden in Duvenstedt sieben Voll- und acht Halbhufen sowie 16 Hauseigentümerstellen. 1856 hatte Duvenstedt 345 einwohner. Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam Duvenstedt zum Amtsbezirk Tangstedt im Kreis Stormarn. 1938 wurde es im Rahmen des 1937 beschlossenen Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingemeindet.


Cantate-Kirche

Im Jahr 1964 erhielt Duvenstedt eine eigene Pfarrstelle. Kurz darauf begannen die Planungen für eine eigene Kirche. Die Achitektin Brigitte Eckert-von Holst gewann den Wettbewerb 1965 mit ihrer Version einer modernen Kirche. Im Jahr 1966 wurde Duvenstedt selbständige Kirchengemeinde. Der Bau der Kirche begann kurz darauf. Der Grundstein wurde damals von Johann Körner gelegt, einem Lehrer und Heimatforscher aus Duvenstedt. Am 03.09.1967 fand die Einweihung der Kirche statt.

      

 


Friedenseiche

An der Ecke Lohe/Tangstedter Weg wurde am 24. März 1898 von Duvenstedter Bürgern eine Friedenseiche zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gepflanzt. Vor der Eiche steht ein Gedenkstein mit folgender Inschrift "22. März 1871". Auf dem Stein befand sich bis ???? ein Eisernes Kreuz. Dies ist ebenso wie eine Kanonenkugel verschwunden.

      


Denkmal 1. Weltkrieg

Am Duvenstedter Damm befindet sich der sog "Park der Besinnung" mit den Denkmalen für die Duvenstedter Kriegstoten von 1914/18 und 1939/45. Eine 16-stufige Klinkertreppe führt auf einen bepflanzten Hügel mit einem Klinkermonument mit Keramikkreuz. darauf sind die 32 Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges zu lesen. Vor dem Denkmal befindet sich ein Findling mit der Aufschrift "Die dankbare Gemeinde Duvenstedt ihren Söhnen 1914-1918".

      

Denkmal 2. Weltkrieg

Im hinteren Teil der Parkanlage am Duvenstedter Damm befindet sich eine Backsteinmauer. Auf den Steinen sind die Namen der 94 Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkriegs zu lesen. Die Inschrift auf der Vorderseite lautet "1939 Unseren Toten 1945", auf der Rückseite steht "Unseren Toten geweiht am 18. November 1962" und "Erbaut von Vereinigung "Haus der Jugend", hervorgeg. aus Festkom. 700 Jahre Duvenstedt". An den Seiten der Mauer sind die Namen der ehemaligen deutschen Gebiete Danzig, Ostpreußen, Westpreußen, Schlesien, Sudetenland, Ostbrandenburg zu lesen.

      
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KZ Wittmoor

Von April bis Oktober 1933 befand sich im Bereich des Wittmoores eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager. Heute erinnern zwei Gedenksteine an daran.

 

 

 

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Das Wittmoor

Die Moorlandschaft des Wittmoores entstand am Ende der Eiszeit vor 15.000 Jahren. In der Bronzezeit wurden zwei Bohlenwege aus Eichenschwellen über die nasse, aber feste Moorfläche gelegt, die durch den anwachsenden Torf später überwuchert und konserviert wurden. Bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts war eine 3 bis 5m starke Torfschicht entstanden. Bis 1958 wurde das Wittmoor noch zur Torfgewinnung genutzt. Dadurch wurde es fast vollständig zerstört. Die Moor-Regeneration begann 1978 mit dem Schließen der Entwässerungsgräben und der Aufstauung von zwei Hochmoorseen. Seitdem regeneriert sich das gesamte Gebiet. 

 

 

 

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Duvenstedter Brook

Das Gebiet Duvenstedter Brook wurde 1939 unter Naturschutz gestellt. Das Gebiet wurde seit Jahrhunderten von den Bauern der Dörfer Duvenstedt und Lemsahl-Mellingstedt als Viehweide und zum Torfstich genutzt. Der eigentliche Brook gehörte seit dem 17. Jahrhundert zum Kanzleigut Tangstedt. Dessen Rechte wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgelöst. Der Brook war in dieser Zeit bevorzugtes Jagdgebiet der Wellingsbütteler Gutsbesitzerfamilie Jauch, die es zu ihren Flächen zupachtete und dort Fasane aussetzten. Hamburg kaufte 1925 große Teile des Brooks. Der Rest fiel 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz ebenfalls an die Hansestadt. Heute ist der Brook Hamburgs größtes Naturschutzgebiet mit den - nach Öffnung eines Rotwildgatters nach dem Zweiten Weltkrieg - stärksten Hirschen Deutschlands.

 

  

 

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Links

www.kirche-duvenstedt.de

Willkommen bei den Evangelischen Kirchen Oberalster

www.ff-duvenstedt.de

Freiwillige Feuerwehr Duvenstedt 

www.vereinigung-duvenstedt.de

Webseiten eines Vereins aus Duvenstedt


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