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Allgemeines |
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Eidelstedt blickt, wie viele Stadtteile des heutigen Hamburg, auf eine lange Geschichte als Bauerndorf zurück. Davon sind jedoch nicht viele Zeugnisse übrig geblieben: aufgelockerte Wohnbebauung aus den 1950er bis 70er Jahren mit Hochhäusern, Wohnblöcken und Einfamilienhäusern und dazwischen zahlreiche vielbefahrene Hauptverkehrswege prägen das Ortsbild. Trotz viel Beton und gelbverklinkerter Einfamilienhäuser ist Eidelstedt ein recht grüner Stadtteil geblieben, der abseits der Hauptstraßen eine ruhige Nähe zum ländlichen Umland zeigt. Das Ortszentrum am Eidelstedter Platz, einem Verkehrsknotenpunkt, hat den Charakter eines mittelgroßen, etwas verstreuten Einkaufszentrums. Die Eidelstedter Feldmark im östlichen Drittel des Stadtteils, jenseits der Autobahn, ist Weideland geblieben und soll als naturnaher Zwischenraum zwischen zwei Hamburger Siedlungsachsen erhalten bleiben. Im Gegensatz zu vielen benachbarten Stadtteilen wie Stellingen und Langenfelde hat Eidelstedt zumindest ein Ortszentrum, wenn auch nicht viel mehr zu bieten. |
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Geschichte (Auszüge) |
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Eidelstedt, das weit bis ins 18. Jahrhundert hinein noch "Eilstede" genannt wurde, wurde erstmals als klar umgrenzte Feldmark im Jahre 1588 genannt. Zu dieser Zeit bestand Eidelstedt aus "acht vollen und fünf halben Bauhöfen" sowie 12 Katen der Gemeindehirten. 1908 noch berichtete Henning Oldekop in seiner "Topographie des Herzogtums Holstein" zwar von einer überwiegend ländlichen Struktur mit vorwiegend Milchwirtschaft, Garten- und Gemüsebau und zehn Baumschulen und Gärtnereien. Dennoch gab es schon eine ausgedehnte Industrieproduktion (Lack und Firnis, Holzessig, Drahtnetze, Kalksandstein, Dünger, Fischkonserven und Bier), die den Anwohnern der Produktionsstätten im wahrsten Sinne des Wortes "stank". In den zwanziger Jahren verschwand dann das Jaarsmoor im Nordwesten. Der Eidelstedter Brook im Norden und das Sprützfeld im Westen wurden abgeholzt und bebaut. 1927 wurde Eidelstedt (auch wegen seines großen Güterbahnhofs interessant) in Altona eingemeindet, 1937 dann ein Groß-Hamburger Stadtteil. Am 27. September 1944 wurde am Friedrichshulder Weg in einem bestehenden Barackenlager das Frauenlager Eidelstedt als Außenlager des KZ Neuengamme eingerichtet. Dort wurden 500 ungarische und tschechische Jüdinnen zu Aufräumungs- und Bauarbeiten in Hamburg im Auftrag der Stadt eingesetzt. 1979 kam es zu einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg wegen chemischer Kampfmittel- und Giftfunde auf dem Gelände der Fa. Dr. Stoltzenberg. |
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