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Zwischen 1896 und 1905 wurde
gegenüber dem Haupteingang der Althamburgische Gedächtnisfriedhof,
damals unter dem Namen Ehrenfriedhof, angelegt. Seine Struktur ist
die des Parterres eines Barockgartens mit symmetrisch angeordneter
Wegführung und säulenförmig geschnittenen Eiben. Oberhalb des
Garten an einer Treppenanlage ist eine überlebensgroße, weithin
sichtbare Christusstatue aus weißem Marmor aufgestellt. Sie ist
ein Werk des Bildhauers Xaver Arnold und wurde 1905 von dem Reeder
Friedrich Wencke (1842–1905)
gestiftet. Der Ehrenfriedhof gilt als „stadtgeschichtliches
Gedächtnis Hamburgs“, da hier Menschen beerdigt wurden, „deren
Wirken für Hamburg bedeutsam war“. Insbesondere in den ersten
Jahren seines Bestehens sowie ab 1926 wurden bedeutende
Persönlichkeiten von den aufgelösten alten Friedhöfen hierher
umgebettet, in den 1960er Jahren kamen die Gebeine von den
Friedhöfen in Hamm und in Wandsbek hinzu. Seit 1998 bettete man
weitere Personen, deren Ruhezeit in ihren ursprünglichen
Grabstätten abgelaufen war, hierher um. Die Ruhezeit für diese
Gräber im öffentlichen Interesse ist unbeschränkt. Die Grabmale
sind entlang der Wegachsen nach Berufs- und Bedeutungsgruppen
angeordnet, dabei handelt es sich um 74 Sammelgräber, zum Beispiel
für Bürgermeister, Senatoren, Kaufleute, Juristen, die Pastoren
der Hauptkirchen, Dichter und Schriftsteller, Musiker,
Schauspieler, Lehrer verschiedener Schulen oder Architekten, und
sechs Familiengräber, so für die Familie Anderson und Rodenborg,
die Familie des Malers Philipp Otto Runge, Familie von Struve,
Familie Anckelmann, Kellinghusen, Overdiek und Rodriga, Familie
Merck und für die Familie Gossler. Im Bereich Domkapitel und Adel
liegen die ehemals im Hamburger Dom beigesetzten Mitglieder der
Familie von Kielmansegg, darunter Friedrich Christian Kielman von
Kielmansegg. Außerdem befinden sich zehn Einzelgräber in dieser
Anlage, 1905 vom Friedhof St. Georg umgebettet wurden der Gelehrte
und Lehrer am Johanneum
Vincent Placcius (1642–1699) und der
Archivar Johann Martin Lappenberg (1794–1865). Ebenfalls hierher
verlegt wurden der Baumeister Alexis de Chateauneuf (1799–1853),
der Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder (1744–1816) und der
Übersetzer Johann Diederich Gries (1775–1842), direkt beerdigt
wurden der Direktor der Kunsthalle Alfred Lichtwark (1852–1914),
die Malerin Anita Rée (1885–1933), der Schauspieler Robert Nhil
(1858–1938), die Architekten Fritz Schumacher (1869–1947) und
Gustav Oelsner (1879–1956). Am östlichen Rand finden sich zudem
die Gräber von Ida Ehre (1900–1989) und Gustaf Gründgens
(1899–1963). Die Gartenanlage war ab den 1950er Jahren verfallen
und wurde 1998 mithilfe von Spenden teilrekonstruiert, doch die
ehemaligen Rosenpflanzungen konnten nicht erhalten oder
wiederaufgenommen werden. Einzig am Grabmal von Alfred Lichtwark
wächst ein Rosenstock der Sorte Rosa venusta pendula.
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