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Geschichte |
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Der Hamburger Hafen hat sich im Laufe seines Bestehens räumlich von einem Anlandeplatz an einem Bille-Mündungsarm in der Altstadt, über einen Alsterhafen zu dem bekannten Hafen an der Elbe verlagert und dort weit Richtung Westen vorgeschoben. Seit den 1970er Jahren bestimmen Containerschiffe und stark automatisierter Umschlag das Bild. 1968 begann mit der Aufstellung der ersten Containerbrücke am Burchardkai der Ausbau Waltershofs zum Containerterminal Burchardkai (CTB) durch die Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (HHLA). Mit dem Bau der Köhlbrandbrücke, der Kattwyk-Hubbrücke für die Hafenbahn und des neuen Elbtunnels, alle 1974, wurden die logistischen Voraussetzungen für den wachsenden Transportbedarf geschaffen. Es folgten 1977 das Containerterminal Tollerort, das 1996 ebenfalls von der HHLA übernommen wurde und 1999 der Eurogate Container Terminal Hamburg (CTH) am Predöhlkai in Waltershof. Das von Hamburg 1961 erlassene Hafenerweiterungsgesetz griff Planungen der hamburgisch-preußischen Hafengemeinschaft von 1929 auf und sah für die Erweiterung des Hafens die ehemaligen Dörfer Altenwerder, Francop und Moorburg vor. 1973 beschloss der Hamburger Senat die Räumung von Altenwerder. Auch der 1989 vorgestellte Hafenentwicklungsplan hielt an der Hafenerweiterung im Süderelberaum fest. Bis 1998 wurde Altenwerder, trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung, endgültig und vollständig geräumt und abgerissen, lediglich die Kirche und der Friedhof blieben bestehen. Im Jahr 2002 hat an dieser Stelle das Containerterminal Altenwerder (CTA) seinen Betrieb aufgenommen, es galt als das modernste Terminal der Erde. Die Hafenwirtschaft hat sich entsprechend weiter elbabwärts verlagert, die Hafenbecken auf dem Großen und dem Kleinen Grasbrook entsprachen ab den 1980er Jahren weder in Größe, Tiefgang noch Platzkapazität den Anforderungen eines Seehafens. Auch ist der Platzbedarf in den Containerhäfen anders als beim herkömmlichen Umschlag, es werden große Stell- und Verladeflächen benötigt. Inzwischen wurden zahlreiche Hafenbecken wieder zugeschüttet, so z.B. der Indiahafen, der Vulkanhafen oder der Griesenwerder Hafen, um diese Stellflächen zu schaffen. Die innenstadtnahen Hafengebiete wurden zu Industriebrachen, für die die Stadt neue Nutzungsmöglichkeiten sucht. So wird z.B. auf dem gesamten Gebiet zwischen Kehrwieder und Elbbrücken, dem Herz des Hafens im 19. Jahrhundert, seit 2004 der neue Stadtteil HafenCity für Wohn-, Arbeits- und Freizeitzwecke aufgebaut. Es gilt als eines der ehrgeizigsten städtebaulichen Projekte der Gegenwart. |
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Köhlbrandbrücke |
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Die Köhlbrandbrücke verbindet seit dem 23. September 1974 in Hamburg die
Elbinsel Wilhelmsburg mit der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle 30 Waltershof).
Das Bauwerk überspannt den 325 m breiten Köhlbrand, einen Arm der Süderelbe. Die
Schrägseilbrücke wurde von dem Bauingenieur Paul Boué und dem Architekten Egon
Jux entworfen. Die Brücke ist durch die Behörde für Kultur und Medien unter der
Nummer 28577 in der Liste der Hamburger Kulturdenkmäler erfasst. Der Brückenzug
ist insgesamt 3618 m lang und nach der Hochstraße Elbmarsch die zweitlängste
Straßenbrücke Deutschlands. Das Bauwerk besteht aus der westlichen Rampenbrücke
(Rampe Waltershof), der Strombrücke (Köhlbrandbrücke) und der östlichen
Rampenbrücke (Rampe Neuhof). Die östliche Rampenbrücke ist eine 2050 m lange
Stahlbeton- und Spannbetonkonstruktion, die 520 m lange Strombrücke ist als
Schrägseilbrücke in Stahl ausgeführt und die 1048 m lange westliche Rampenbrücke
aus Spannbeton. Die lichte Höhe der Köhlbrandbrücke beträgt 55,3 m bei
niedrigste-möglichem Wasserstand (LAT), die Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt
51 m bei mittlerem Hochwasserstand (MHW). Im März 2024 einigte sich der
Hamburger Senat nach 12 Jahren auf eine neue, gut 20 m höhere Brücke, die mit
4,4 bis 5,3 Mrd. Euro 26 % billiger als ein Tunnel sein soll als der geplante
Tunnel. Im Oktober 2024 wurde die Planung ausgeschrieben. Dabei sind die
Festlegung der Grundzüge der Konstruktion und Gestaltung, das Einleiten des
Planfeststellungsverfahrens ab 2030, die Verkehrsfreigabe ab 2042 und der Abriss
der alten Brücke bis 2046 vorgesehen. |
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Kattwyk-Hubbrücke |
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Rethe-Hubbrücke |
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| Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia / Daten und Links ohne Gewähr (02.2026) |