Allgemeines

Luxair ist die nationale Fluggesellschaft von Luxemburg. Ihre Anteilseigner sind der Staat Luxemburg (23%), Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat, Luxair Group and others, DEXIA - Banque Internationale à Luxembourg s. a., die Deutsche Lufthansa AG (jew. etwa 13 %), Fortis Banque Luxembourg s.a. und Panalpina World Transport (Holding) Ltd (jew. etwa 12 %).

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Geschichte

Ende der 1950er Jahre wurde Luxemburg, einer der Gründerstaaten der Europäischen Gemeinschaft, als Sitz mehrerer wichtiger europäischer Einrichtungen benannt. Diese Umstände bewirkten eine immer größere Nachfrage nach effizienten Flugverbindungen zwischen Luxemburg und anderen europäischen Hauptstädten. Folglich wurde die 1948 gegründete Luxembourg Airlines Company 1961 umstrukturiert, um dem Andrang gerecht zu werden. Sie wurde in Luxair - Société Luxembourgeoise de Navigation Aérienne umbenannt. 1962 nahm Luxair mit der Einführung der Flugstrecke Luxemburg-Paris und mit einer Fokker F-27 den Flugbetrieb auf.

Ein Jahr später kaufte Luxair das erste eigene Flugzeug, die Fokker F-27. Der zunehmende Luftverkehr zwischen Luxemburg und den großen europäischen Städten machte bald den Kauf von zusätzlichen Flugzeugen unumgänglich. 1967 bestand die Luftflotte von Luxair aus drei Fokker Friendship und einer Vickers Viscount. Die Viscount wurde 1970 durch das erste Düsenverkehrsflugzeug der Fluggesellschaft, eine Caravelle von Sud Aviation, ersetzt. Die erste Boeing B737-200 wurde 1977 bestellt. Mitte der 90er Jahre leaste man eine Boeing 747-SP. Im Laufe der Jahre ersetzte Luxair nach und nach seine Flotte durch moderne Jets des Typs B737-400 und B737-500 sowie die Turboprop-Maschinen Fokker 50 und Embraer EMB 120.

Im Oktober 1997 kaufte Luxair zwei neue Regionaljets des Typs Embraer ERJ 145. Im September 1998 bestellte Luxair fünf weitere ERJ 145. Die „Eurojets“ genannten Typen werden in Brasilien hergestellt. 2004 kaufte Luxair zwei neue Boeing 737-700. Ein weiteres Flugzeug dieses Typs wurde im Januar 2005 geliefert. Außerdem wurden zwei Regionaljets des Typs Embraer ERJ 135 erworben, die Ende Januar und Ende Februar 2005 ausgeliefert wurden. Im März 2005 verkaufte die Luxair die 3 noch verbliebenen Fokker 50 und stellte damit den Betrieb von Turboprops vorerst ein. Das damalige Konzept sah eine reine Jet-Flotte vor.

Im Jahr 2005 wurde jedoch entgegen dem damaligen Branchentrend ein Verlust von 12 Millionen Euro eingeflogen, so dass Luxair Anfang April 2006 eine Restrukturierung seiner Aktivitäten ankündigte („Building A New Airline“). Das neue Konzept sieht einen Abbau der Beschäftigtenzahl, sowie eine mittelfristige Rückkehr zu Turboprop-Maschinen vor. Im Juni 2006 wurde bekannt, dass Luxair drei Bombardier Dash 8Q-400 bestellt und Optionen für weitere drei Flugzeuge vereinbart hat. Die erste Maschine wurde am 31. Mai 2007 in neuer Bemalung ausgeliefert. 

Luxair ist seit 29. März 2009 vollintegrierter Partner im Vielfliegerprogramm Miles & More der Deutschen Lufthansa.


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Drei kleinere Propeller-Flugzeuge des Typs de Havilland Canada DHC-8 Q-400 von Bombardier Aerospace mit je 72 Sitzplätzen sollen die Verbindungen nach Frankfurt, Paris und London effektiver machen. Neben den drei gekauften Maschinen hat Luxair zudem noch die Option auf drei weitere Flugzeuge diesen Typs. Die Maschinen sollen nach und nach die Embraer-Jets ersetzen. Die erste Maschine wurde am 31. Mai 2007 im Rahmen einer internen Besichtigung übernommen. Die zweite wurde Anfang Juni 2007 geliefert. Am 24. November 2009 traf die neue Boeing 737-800 in Luxemburg ein. Sie ersetzte ab März 2010 die letzte Boeing 737-500 die sich in der Flotte der Luxair befand.  Am 5. Februar 2011 traf die fünfte und vorerst letzte bestellte Bombardier Dash 8Q-400 mit der Kennung LX-LGF um 16:05 in Luxemburg-Findel ein. Die Embraer ERJ 135 werden aufgrund von Verlusten ausgemustert.


Fotos

 

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