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Nach etlichen erfolglosen Anläufen zum Neubau des Brunnens lobte Papst Clemens
XII. einen Architekturwettbewerb aus, an dem viele namhafte Architekten der Zeit
teilnahmen. Überraschend vergab Clemens den Auftrag an den unbekannten Nicola
Salvi. Salvi (1697–1751) hatte bis dahin kaum Bauten errichtet. Er begann 1732
mit der Ausführung des Brunnens, dessen Fassade sich in voller Länge an den
Palazzo Poli anlehnt. Unterstützt wurde er dabei von seinem Freund Luigi
Vanvitelli. Der Graf von Poli legte gegen den Bau Protest ein, weil diese neue
Palastfassade in keiner Weise Rücksicht auf die Architektur seiner Gebäude,
insbesondere deren Geschosshöhen nahm. Dieser Protest wurde aber zurückgewiesen.
Im Jahre 1735 weihte Papst Clemens XII. den neuen Brunnen ein, obwohl die
Arbeiten noch in vollem Gange waren. Auch nach dessen Tod 1740 wurden die
Arbeiten stockend unter Papst Benedikt XIV. fortgesetzt. An der langen Bauzeit
waren nicht nur immer wiederkehrende Finanzierungsprobleme schuld, auch die
äußerst penible Arbeitsweise Salvis trug dazu bei. Er ließ zum Beispiel manche
Teile der Felslandschaft bis zu zehnmal neu fertigen, bis er damit zufrieden
war. Ab 1744 erschwerte zudem seine sich verschlechternde Gesundheit den
Fortgang. 1751 starb Salvi, Giuseppe Pannini vollendete dessen Pläne bis zur
Fertigstellung 1762. Lediglich die Skulptur des Oceanus wurde von Pietro Bracci
neu entworfen, da der ursprüngliche Entwurf Papst Benedikt zu bullig und brutal
erschien. In den Jahren 1872, 1989–1991 und 1999 wurde der Brunnen renoviert.
Durch einen Bauschaden wurde im Juni 2007 die Wasserleitung Acqua Vergine, die
bisher den Brunnen mit Wasser versorgte, unterbrochen. Danach wurde der
Trevi-Brunnen mit regulärem Leitungswasser aufgefüllt, das mittels einer
Umwälzpumpe den Brunnen durchlief und nur alle zwei Wochen erneuert werden
musste. Erst durch diesen geschlossenen Kreislauf konnte ein Farbanschlag im
Oktober 2007 durch den Künstler Graziano Cecchini seine Wirkung erzielen und das
gesamte Wasser für Stunden tiefrot färben. Mit der alten Technik wäre die Farbe
nach wenigen Minuten weggespült gewesen. Cecchini wiederholte den Farbanschlag
im Oktober 2017. Seit der Renovierung des Trevibrunnens 2015 speist die Acqua
Vergine wieder das große Becken des Brunnens, während die Wasserspiele durch
eine Umwälzpumpe betrieben werden. Außerdem wurde eine Anlage zur
Wasserenthärtung eingebaut.
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