hinweise

In Rom findet man unzählige Kirchen und Basiliken. Die unten aufgeführten stellen nur eine auswahl dar. einige kirchen wurden aus rücksicht auf die gläubigen oder wegen laufenden gottesdiensten oder hochzeiten nicht betreten.


Basilika Santi Ambrogio e carlo

Santi Ambrogio e Carlo, auch San Carlo al Corso, ist eine Kirche in Rom. Sie ist Titelkirche und Basilica minor der römisch-katholischen Kirche und liegt an der Via del Corso. Gestiftet wurde sie von der Erzbruderschaft der Lombarden (Arciconfraternita dei Lombardi). Anlass für den Bau der Kirche war die im Jahr 1610 erfolgte Heiligsprechung von Karl Borromäus. Die Kirche stellt mit ihrer Größe, ihrem lichtdurchfluteten Inneren, dem polychromen Marmor, vergoldetem Stuck und den zahlreichen allegorischen Fresken eines der herausragenden barocken Bauwerke Roms dar und erstrahlt, nachdem aufwendige Restaurierungsarbeiten vor einigen Jahren abgeschlossen wurden, in neuem Glanz.

         

Basilika san giacomo

San Giacomo degli Incurabili ist eine Kirche in Rom. Sie wurde von Francesco da Volterra begonnen und von Carlo Maderno vollendet. Sie gilt als „wichtige Entwicklungsstufe“ für die Kirchenbaukunst des 17. Jahrhunderts. Die Kirche liegt im IV. römischen Rione Campo Marzio, etwa 200 Meter nördlich des Augustusmausoleums, von dem sie ihren Beinamen erhielt. Ihren eigentlichen Namen erhielt sie vom daneben liegenden Hospiz der unheilbar Kranken (italienisch: Incurabili). Das Hospiz der unheilbar Kranken wurde 1338 von Kardinal Pietro Colonna gegründet, 1579 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im frühen 16. Jahrhundert sind Beziehungen zu einer damaligen Bruderschaft um Santa Dorotea bekannt. 1590 wurde Francesco da Volterra mit der Planung einer neuen Kirche beauftragt, ab 1592 begannen die Bauarbeiten. Carlo Maderno vollendete die Kirche im Jahr 1600. Am 22. Februar 2014 wurde die Kirche von Papst Franziskus zur Titelkirche erhoben.

         
 

sant' atanasio dei greci

Sant’Atanasio dei Greci ist eine Kirche in Rom. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet und unterstand im Lauf der Zeit verschiedenen Orden. Sie ist Kirche des Pontificio Collegio Greco und Titelkirche der römisch-katholischen Kirche. Die Kirche liegt im IV. römischen Rione Campo Marzio etwa 220 Meter nordwestlich der Piazza di Spagna mit der bekannten Spanischen Treppe. Der Bau der Kirche hängt im weiteren Sinn mit der Belagerung und dem Fall Konstantinopels sowie den weiteren Verhältnissen im untergegangenen Byzantinischen Reich zusammen. Es war infolge der neuen politischen Verhältnisse nicht mehr möglich, griechischsprachige Seminaristen dort auszubilden. Infolgedessen erließ Papst Gregor XIII. 1576 eine Bulle, in der er die Einrichtung eines griechischsprachigen Seminars in Rom anordnete. Die Leitung dieses Collegio Greco – daher hat die Kirche auch ihren Beinamen – übertrug er einem Gremium aus vier Kardinälen. Einer dieser vier, Kardinal Giulio Antonio Santorio, legte den Grundstein für den Kirchenbau am 23. November 1580. Die Kirche wurde nach einer Überarbeitung der Pläne und weiteren Bautätigkeiten 1583 fertiggestellt. Sie fügt sich, obschon aus einer Notwendigkeit heraus entstanden, dennoch in das große römischen Bauprogramm der Gegenreformation ein und steht damit baugeschichtlich im Zusammenhang mit der Errichtung von Kirchen wie z. B. Santa Maria ai Monti, aber auch der Neuerrichtung des Petersdoms. Die erste Messe las der Papst persönlich. Kirche und Fassade wurden wohl nach Plänen Giacomo della Portas gearbeitet, das gilt mittlerweile als gesichert. Zuvor waren auch andere Baumeister, wie etwa Francesco da Volterra oder Martino Longhi der Ältere damit in Zusammenhang gebracht worden. Wechselhaft ist die Geschichte der das Kolleg betreuenden Orden. Den Jesuiten waren Kirche und Kolleg bis zu deren Aufhebung 1773 unterstellt, allerdings unterbrochen von 1602 bis 1621 durch vorübergehenden Besitz der Dominikaner. Ab 1773 wurde das Kolleg durch die Propaganda Fide direkt verwaltet, allerdings nur bis 1803. Es folgte ein Leerstand bis 1845. Danach übernahmen im Jahr 1886 Resurrektionisten die Verwaltung, um ihrerseits vier Jahre später erneut von den Jesuiten abgelöst zu werden. Die letzte Übertragung erfolgte 1897 an die Benediktiner, deren belgischer Kongregation Kirche und Kolleg seit 1919 bis heute unterstehen. 1956 erfolgte die Leitungseinsetzung des Benediktinerkonvents von Chevetogne. Papst Johannes XXIII. erhob die Kirche 1962 zur Titelkirche. Titelträger waren die Kardinäle Gabriel Acacius Coussa und danach Jossyf Slipyj, seit dessen Tod 1984 war der Titel vakant. Am 18. Februar 2012 ernannte Papst Benedikt XVI. im ordentlichen Konsistorium den griechisch-katholischen rumänischen Großerzbischof Lucian Mureșan zum neuen Kardinalpriester von St. Athanasius.

          

santa maria in traspontina

Santa Maria in Traspontina (lat.: Sanctae Mariae in Transpontina) ist eine Kirche in Rom. Sie entstand am heutigen Standort im Wesentlichen im 16. Jahrhundert, wurde aber erst 1668 vollendet. Sie ist auch Titelkirche der römisch-katholischen Kirche. Die Kirche liegt im XIV. Rione Borgo an der Via della Conciliazione, etwa 350 Meter westlich der Engelsburg. Eine aus dem 12. Jahrhundert stammende, näher an der Engelsburg liegende Kirche, die damals an der Engelsbrücke auf der linken Tiberseite lag, wurde im Zuge von Ausbauten der Befestigungsanlagen der Engelsburg 1564 niedergelegt. Von dieser, der alten Lage hat sie ihren Namen traspontina. Als Ersatz hierfür stiftete Papst Pius V. dem Orden der Karmeliten einen Neubau an anderer, der heutigen Stelle. Die Bauarbeiten unter der Leitung des Sohnes Baldassare Peruzzis, Giovanni Sallustio Peruzzi begannen 1566. Er errichtete einen Großteil des Langhauses und die meisten Kapellen sowie das untere Geschoss der Fassade. Die Fassade wurde erst 1587 unter der Leitung von Ottaviano Mascherino vollendet, er führte die Bauarbeiten seit 1581. Ebenfalls 1587 wurde die Kirche geweiht, obwohl sie in großen Teilen noch nicht fertiggestellt war. Der Turm, das Querhaus, der Chor und die Sakristei wurden unter Francesco Peparelli bis 1637 errichtet. Die Kuppel als jüngstes Bauteil wurde erst 1668 von Francesco Peparelli errichtet. Sie verfügt über keinen Kuppeltambour, weil die Artillerie auf der Engelsburg durch die Höhe einer solchen Kuppel mit Tambour in ihrem Schussfeld beeinträchtigt worden wäre. Am 21. Oktober 2019 wurden mehrere in der Kirche ausgestellte Fruchtbarkeitsstatuen von traditionalistischen Katholiken geraubt und in den Tiber geworfen. Die Statuen der südamerikanischen Erdgöttin Pachamama wurden unversehrt aus dem Fluss geborgen, wie Papst Franziskus bekannt gab. Der Papst bat als Bischof von Rom um Vergebung, die Nationalpolizei nahm die Statuen in Verwahrung.

          
   

Fotos, texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia / Daten und Links ohne Gewähr (07.2025)