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Anlässlich des Todes von König Vittorio Emanuele II. im Jahr 1878 wurde die
Errichtung des Denkmals beschlossen. Es wurde ab 1885 von Giuseppe Sacconi
errichtet. 1911 fand die Einweihung des noch unfertigen Denkmals anlässlich des
50. Jahrestages der Einigung Italiens zeitgleich mit dem 50. Jahrestag der
italienischen Einheit statt. Die Fertigstellung erfolgte erst 1927. Das Denkmal
spiegelt die neoklassizistische Stimmung dieser Zeit, die sich in den wuchtigen
Marmortreppen, einem zwölf Meter hohen bronzenen Reiterstandbild des Königs und
einer monumentalen Säulenreihe am oberen Ende manifestiert. Dieser Portikus ist
mit einem ornamentalen Fries aus Temperafarben bemalt, was auf der Nachtaufnahme
gut erkennbar ist. Das gigantische Bauwerk stellt sich quer vor die mit 80
Metern Länge nicht kleine Basilika Santa Maria in Aracoeli, die dergestalt, der
Gründungsabsicht entsprechend, ebenso wie die dahinterliegenden Gebäude sowohl
von der Piazza Venezia, als auch von der Piazza della Repubblica aus nicht mehr
zu sehen ist. Von den Römern wird es scherzhaft „Macchina da scrivere“
(„Schreibmaschine“) genannt. Wie bei vielen nationalen Denkmälern üblich, findet
sich ein Grabmal des unbekannten Soldaten und der „Altar des Vaterlandes“
(italienisch Altare della Patria) auf dem Vittoriano. Die ewige Flamme wird Tag
und Nacht von zwei Soldaten bewacht. Der Blick geht von dort über das Forum
Romanum, die Kaiserforen im Südosten und weit über die Stadt Rom.
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