Schlacht von Fort Magruder (Williamsburg) (05. Mai 1862)


Konfliktparteien

US

CSA

Befehlshaber

George B. McClellan

Joseph Hooker

Samuel p. heintzelmann
 
philip kearny george stonemann  

 

Joseph E. Johnston

James Longstreet

d.h. hill
     
lafayette mclaws j.e.b.stuart  

Truppenstärke

40,768

31,823

Verluste

gefallen: 456 / verwundet: 1.410 / gefangen - vermisst: 373

gefallen: 288 / verwundet: 975 / gefangen - vermisst: 297


Allgemeines

Die Schlacht von Williamsburg (auch: Schlacht von Fort Magruder) war eine Schlacht , die am 5. Mai 1862 bei Williamsburg, Virginia ausgetragen wurde. An der Schlacht waren 40.000 Soldaten der Union und 31.000 Soldaten der Konföderation beteiligt. Nach dem Rückzug der Konföderierten von Yorktown traf die Unions-Division von Joseph Hooker bei Williamsburg auf deren Nachhut.


Hintergründe

Während der Belagerung von Yorktown erkannte der Oberbefehlshaber der Nord-Virginia-Armee, General Joseph E. Johnston, dass die Gefahr bestand, dass sein Gegner, Generalmajor McClellan, nördlich von Yorktown auf der Virginia-Halbinsel landen und die Nord-Virginia-Armee abschneiden könnte. Entgegen dem ausdrücklichen Befehl des Präsidenten Davis entschloss sich Johnston deshalb, geordnet nach Nordwesten auszuweichen. Johnston beabsichtigte, mit der Nord-Virginia-Armee auf vorbereitete Stellung im Umfeld von Richmond auszuweichen. Um das Ausweichen, das durch schlechtes Wetter verlangsamt wurde, zu sichern, sollte ein starkes Kontingent ein Verzögerungsgefecht führen. McClellan hatte am 3. Mai die Vorbereitungen für die Belagerung abgeschlossen und wurde vom Ausweichen der Nord-Virginia-Armee überrascht. Er beabsichtigte deshalb, die Verbindung zur Nord-Virginia-Armee wiederherzustellen und deren Nachhut zu vernichten. Gleichzeitig sollte ein Teil der Potomac-Armee auf dem York River einschiffen und den Rückzugsweg der Nord-Virginia-Armee weiter im Nordwesten der Halbinsel abschneiden.


Abläufe

Die Potomac-Armee setzte ab 4. Mai mit der Kavallerie unter Brigadegeneral George Stoneman nach, um Johnstons Nachhut zu verfolgen, ungefähr ein Drittel der Potomac-Army – das III. Korps unter Brigadegeneral Samuel P. Heintzelman folgte sofort nach, um die Nachhut der Nord-Virginia-Armee bei Williamsburg zu stellen. Der Kommandierende des II. Korps, Brigadegeneral Edwin V. Sumner befahl zudem der Division von Brigadegeneral William B. Franklin sich am York River einzuschiffen, um stromaufwärts hinter Johnstons Rückzugsort zu landen. Es dauerte jedoch zwei Tage, um die Männer und die Ausrüstung auf die Schiffe zu bringen, sodass dieses Manöver keine Auswirkungen auf die Schlacht vom 5. Mai hatte. Die 2. Division des III. Korps (unter Brigadegeneral Joseph Hooker) war die führende Infanterie der Unionsarmee und traf bei Williamsburg auf die konföderierte Nachhut. An der Schlacht vom 5. Mai waren rund 41.000 Soldaten der Union und 32.000 Soldaten der Konföderation beteiligt. General Hooker ordnete den Angriff auf das Fort Magruder, eine Erdbefestigung entlang der Straße nach Williamsburg an, der aber zurückgeschlagen wurde. Es kam zu Gegenangriffen der 2nd Division der Konföderierten unter dem Kommando von James Longstreet, die die linke Flanke der Unionstruppen bedrohten, doch konnte die Stellung der Nordstaatler nach dem Eintreffen der Division von Philip Kearny stabilisiert werden. Nach der Ankunft des IV. Unionskorps (Brigadegeneral Erasmus D. Keyes) griff auch die Division „Baldy“ Smith (Brigadegeneral William Farrar Smith) mit der 1st Brigade unter Winfield S. Hancock die linke Flanke der Konföderierten an. Der dort erzielte lokale Erfolg wurde von der Union nicht ausgenutzt. Im Laufe der Nacht wichen die Konföderierten in allgemein westliche Richtung aus. Wie bereits beim Rückzug aus Yorktown, hinterließen sie dabei Landminen. (Auf Seiten des Nordens war eine waffentechnische Besonderheit während der Schlacht der Einsatz von ein bis zwei mechanischen Maschinengewehren vom Typ Agar gewesen.)


Emory's failed Advance

   

The Bloody Ravine

   

An Ugly Place to have an Attack

     

A Gateway to Richmond

   

 


Folgen

Die Kämpfe direkt hatten auf beiden seiten zusammen über 700 Soldaten das Leben gekostet. Um die 2500 weitere waren verwundet worden. Die Presse der Nordstaaten stellte die Schlacht als Sieg der Union dar. McClellan schätzte sie falsch als einen „brillanten Sieg“ über eine Übermacht ein. Allerdings wurde die Verteidigung von Williamsburg von der Konföderation als ein Mittel gesehen, um die Potomac-Armee aufzuhalten, damit die Nord-Virginia-Armee weiter in Richtung Richmond ausweichen konnte. Einen wesentlichen Vorteil konnte keine der beiden Seiten aus der Schlacht ziehen, es war jedoch gewissermaßen der erste Sieg der Union im Halbinsel-Feldzug.


Schlachtfeld heute

Viele Teile des Schlachtfeldes sind verschwunden. Im Redoubt Park befinden sich noch einige kleine Erdwälle und Hinweistafeln. Eine Gedenkstätte mit einem Monument wurde ebenfalls errichtet, ist aber nicht zugänglich.


Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia - NPS - Library of Congress / Daten und Links ohne Gewähr (08.2026)