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GESCHICHTE (Auszüge) |
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ALLGEMEINES |
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Die Île-de-France ist eine Region in Nordfrankreich, die größtenteils mit dem Ballungsraum Paris identisch ist und deshalb auch als Agglomeration Paris bezeichnet wird. Als Zone d’études et d’aménagement du territoire und NUTS-1-Region wird sie heute meist als Région parisienne (Pariser Region) bezeichnet. Dies ist auch die häufigste Bezeichnung in französischer Sprache. Die Region besteht aus der Stadt Paris und den Départements Essonne, Hauts-de-Seine, Seine-et-Marne, Seine-Saint-Denis, Val-d’Oise, Val-de-Marne und Yvelines. Sie hat eine Fläche von 12.012 km² und 12.594.502 Einwohner (Stand: Januar 2026). Bedeutende Städte neben Paris, das auch Verwaltungssitz der Region ist, sind Versailles, Boulogne-Billancourt, Montreuil, Argenteuil und Saint-Denis. Die Einwohner werden Franciliens genannt. Das Département mit der Ordnungszahl 75 bildet die Kernstadt, die Départements 92, 93 und 94 bilden die Petite Couronne (erster innerer Vorortgürtel) und die Départements 77, 78, 91 und 95 die Grande Couronne (zweiter äußerer Vorortgürtel). Die Region ist bis weit in die äußeren Vororte stark verstädtert. In der größten Ausdehnung (Nordwest-Südost) erstreckt sich das ohne Unterbrechungen zusammenhängend bebaute Siedlungsgebiet über etwa 80 Kilometer. Dieser städtische geprägte Raum wird als Unité urbaine de Paris bezeichnet, und umfasst große Teile der Region Île-de-France und zählt über 11 Millionen Einwohnern, womit Paris zu den Megastädten zählt. Zugleich ist die Metropolregion Paris die größte Metropolregion der Europäischen Union. Der Name Île-de-France (deutsch Insel Frankreichs) wird heute meist mit der Lage zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuvronne erklärt, von denen das Gebiet wie eine Insel umschlossen sei. Möglicherweise geht der Name jedoch auf die altfränkische Bezeichnung Liddle Franke (Kleines Frankenreich) zurück; demnach ist liddle (klein) in den romanischen Mundarten der Region zu geworden, was im Zuge der Verschriftlichung mit dem gleichlautenden romanischen Wort l'isle (die Insel, moderne Schreibung l'île) assoziiert und dann auch so geschrieben wurde. Die verbreitetsten Mundarten der Île-de-France waren das Franzische (Francien) und das Champenois, der Dialekt der Champagne, die heute jedoch nahezu ausgestorben sind, jedoch wesentliche Grundlagen beim Entstehen der französischen Sprache bildeten. |
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Geschichte |
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Historisch gesehen ist die Île-de-France ausgedehnter als die heutige Region, abzulesen etwa an der Provinz Île-de-France am Vorabend der Französischen Revolution. Die Île-de-France war das Kernland Frankreichs, auf das sich meist Namen wie Francia oder Franzien bezogen. Die französische Standardsprache beruht auf der Sprache des Königshofes, der neben anderen nordfranzösischen Dialekten der Dialekt der Île-de-France zugrunde lag. Seit der Unterwerfung des Syagrius durch Chlodwig I. bildet die Gegend mit nur einer kurzen Unterbrechung im 7. Jahrhundert ein politisches Zentrum des Frankenreiches der Merowinger und Karolinger und ab dem 9. Jahrhundert des Westfrankenreiches. Es war jahrhundertelang mit der französischen Krondomäne, der Domaine royal, identisch. Von hier aus breitete sich die Gotik aus, die ursprünglich der Baustil nur dieser Region war und damit auch als französischer „Königsstil“ galt. Erst von Ludwig XIV. an regierten die französischen Könige von Versailles aus, wo sie das imposante, viel kopierte Schloss Versailles schufen. Durch die Bildung der Départements 1789/90 wurde die Provinz als administrative Einheit aufgelöst. Bei der Bildung der Programmregionen (Régions de programme) im Jahr 1956 erhielt das Gebiet zunächst den Namen Région Parisienne. 1976 wurde die Région Parisienne offiziell in Île-de-France umbenannt. Allerdings weicht das Territorium der neuen Region in einigen Bereichen erheblich von dem der einstigen Provinz ab. Seit 1986 besitzt die Île-de-France ebenso wie die anderen Regionen einen direkt gewählten Regionalrat. |
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