Allgemeines / Geschichte

Die Ernst Heinkel Flugzeugwerke GmbH (ab 1943 Ernst Heinkel AG), kurz Heinkel, war eines der größten deutschen Flugzeugbauunternehmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ernst Heinkel Flugzeugwerke hielten 1352 Patente auf dem Gebiet des Flugwesens und 587 Schutzrechte im Triebwerksbereich. Maschinen und Lizenzen wurden nach Dänemark, Finnland, Schweden, Ungarn, die Sowjetunion und nach Asien verkauft. Die Firma konstruierte Zivil- und später insbesondere auch Militärflugzeuge. Sie brachte Rostock in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den endgültigen Durchbruch in Sachen Industrialisierung. Rostock wurde moderne Großstadt und Hochtechnologie-Standort.


Reg

Typ

BJ

CN

Pax

Name

hinweise

Foto

D-1717

HE-12

 

 

2

 

Schiffgestütztes Postflugzeug, 1931 abgestürzt

 

D-1919

HE-58

 

 

2

Bremen

Schiffgestütztes Postflugzeug

 

D-3

HE-70

1932

 

2+5

 

Lufthansa-Symbol am Heck

 

D-UBOF

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-UJUZ

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-UMIM

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-UXUV

HE-70

1932

 

2+5

 

1937 bei Stuttgart abgestürzt

 

D-UXUY

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-UZUH

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-AHUX

HE-70

1932

 

2+5

 

1934 bei Carcassonne abgestürzt

 

D-UVOR

HE-70

1932

 

2+5

 

1935 bei Wroclaw/Polen abgestürzt

 

D-UDAS

HE-70

1932

710

2+5

Habicht

 

 

D-

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

D-

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

 

D-

HE-70

1932

 

2+5

 

 

 

 

D-AMES

HE-111 (C-01)

1936

1828

10

Nürnberg

 

 

 

D-AQYF

HE-111 (C-02)

1936

1829

10

Leipzig

 

 

 

D-AXAV

HE-111 (C-03)

1936

1830

10

Köln

1937 bei Mannheim abgestürzt

 

 

D-ABYE

HE-111 (C-04)

1936

1831

10

Königsberg

 

 

 

D-AQUA

HE-111 (C-05)

1936

1832

10

Breslau

 

 

 

D-ATYL

HE-111 (C-06)

1936

1833

10

Karlsruhe

 

 

 

D-ALIX

HE-111

1936

715

 

Rostock

1937 in Banjul, Gambia abgestürzt

 

 

D-ACBS

HE-111 

1939

1884

 

Augsburg

 

 

 

D-ADCF

HE-111

1939

1885

 

Dresden

 

 

 

D-AEQA

HE-111

1939

2534

 

Halle

 

 

 

D-AYKI

HE-111

1939

2535

 

Magdeburg

 

 

 

D-AHAO

He-111

1939

1968

 

Dresden

1936 bei Testflug zerstört, nicht in LH-Dienst gegangen

 

 

D-AJIE

HE-116 V2

1938

 

 

Schlesien / Lübeck

 

 

d-arfd

he-116 v3

1938

rostock

D-ATIO

he-116 V4

1938

Hamburg

27.05.1938 auf Langeoog abgestürzt


Technische Daten HE-12

Als die Versuche für ein Katapultflugzeug von Heinkel  im Sommer 1928 erfolgreich abgeschlossen wurden, vergab das Reichsverkehrsministerium den Auftrag zur Entwicklung eines weiteren Katapultes samt dem dazugehörigen Flugzeug. Heinkel begann daraufhin die Arbeiten an der HE 12 und dem Katapult K 2 und der NDL plante auf seinen neuen Schnelldampfern Bremen und Europa Katapult und Flugzeug für den Posttransport ein. Da die Besatzung der Lützow Probleme mit der Wartung der F 13 gehabt hatte, erklärte sich die Lufthansa bereit, dem Projekt operative Unterstützung zu geben.

     

Länge:

Dienstgipfelhöhe:

Spannweite:

Reisegeschwindigkeit: 

Höhe: 

Höchstgeschwindigkeit: 

Max. Startgewicht:

Reichweite: 

Leergewicht: 

Motorisierung: 


Technische Daten HE-58

Die NDL plante 1928 auf seinen neuen Schnelldampfern Bremen und Europa jeweils ein Katapult und Flugzeug für den Posttransport ein. Die Lufthansa erklärte sich bereit, dem Projekt operative Unterstützung zu geben. Als die Bremen 1929 zu ihrer Jungfernfahrt aufbrach, hatte sie die Heinkel HE 12 D-1717 an Bord.

      

Länge:

Dienstgipfelhöhe: 

Spannweite: 

Reisegeschwindigkeit: 

Höhe: 

Höchstgeschwindigkeit:

Max. Startgewicht: 

Reichweite: 

Leergewicht:

Motorisierung: 


Technische Daten HE-70

Die He 70 entstand aus einer Forderung von Lufthansa und Swissair nach einem schnelleren Flugzeug als Konkurrenz auf Kurzstrecken zur US-amerikanischen Lockheed Vega. Die Maschine stellte in vielerlei Hinsicht einen Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte dar. Ihre aerodynamische Linie war der Zeit weit voraus. Zudem war sie das erste europäische Flugzeug bzw. das erste Verkehrsflugzeug der Welt mit einziehbarem Fahrwerk. Die He 70 stellte insgesamt acht Rekorde auf und war zeitweise die schnellste Verkehrsmaschine der Welt, was ihr den Beinamen „Blitz“ einbrachte. Das Flugzeug konnte bis zu fünf Passagiere befördern und hatte lediglich einen Piloten als Besatzung. Ein Passagierplatz war direkt hinter dem Pilotensitz; die übrigen vier Plätze waren „quer zur Flugrichtung“ (je zwei links und rechts). Die Lufthansa erhielt 1933 und 1934 die ersten beiden Prototypen sowie 1934 drei He 70 D und 1935 zehn He 70 G. Damit richtete die Lufthansa den Flug-Blitzdienst ein, der Berlin mit den Städten Frankfurt am Main, Hamburg und Köln verband, sowie die Route Köln/Hamburg. Im europäischen Flugdienst wurde die He 70 von 1933 bis 1937 eingesetzt. Die noch existierenden Flugzeuge wurden Ende 1937/Anfang 1938 an die Luftwaffe abgegeben. Im außereuropäischen Flugdienst nach Südamerika wurde die He 70 auf der Teilstrecke Stuttgart – Sevilla von 1933 bis 1936 geflogen.

     

Länge:

Dienstgipfelhöhe: 

Spannweite:

Reisegeschwindigkeit: 

Höhe: 

Höchstgeschwindigkeit:

Max. Startgewicht: 

Reichweite: 

Leergewicht: 

Motorisierung:


Technische Daten HE-111

Die Maschine wurde in den 1930er Jahren von den Brüdern Günter als schnelles Verkehrsflugzeug für die Lufthansa für zwei Mann Besatzung und zehn Passagiere konzipiert und später in großen Stückzahlen im Zweiten Weltkrieg als Bomber eingesetzt. Folgende versionen waren bei der Lufthansa:

He 111 V4: Ein ziviler Prototyp, aus dem fünf Serienmaschinen He 111 C abgeleitet wurden, die von der Lufthansa eingesetzt wurden.
He 111 C: Fünf Stück wurden für die Lufthansa als zivile Transportflugzeuge gebaut.
He 111 G: Zwei Maschinen der G-3-Serie wurden versuchsweise mit BMW-Sternmotoren ausgerüstet und kamen als HE 111 L zur Lufthansa.

      

Länge: 

Dienstgipfelhöhe: 

Spannweite:

Reisegeschwindigkeit:

Höhe: 

Höchstgeschwindigkeit: 

Max. Startgewicht: 

Reichweite: 

Leergewicht:

Motorisierung: 


Technische Daten HE-116

Die Heinkel He 116 der Ernst Heinkel Flugzeugwerke war ein viermotoriger Tiefdecker, der für den Postflug über lange Strecken, gegebenenfalls bis China und Japan eingesetzt werden sollte. Die Entwicklung begann 1934 ohne offiziellen Auftrag; im Februar 1935 erfolgte dann nach Vermittlung des Reichsluftfahrtministeriums die offizielle Auftragsvergabe durch die Lufthansa, die damals noch eine Verbindung nach China über Persien und Afghanistan für möglich hielt. Daher sollte die Maschine nicht nur eine möglichst große Reichweite, sondern auch bei hoher Treibstoffzuladung über eine Höhenleistung von 7600 m verfügen.  Beim Erstflug am 9. Dezember des Jahres, der vom Flugkapitän der Lufthansa, Robert Untucht, durchgeführt wurde, setzten durch einen Defekt in der Kraftstoffversorgung alle vier Triebwerke aus und Untucht musste bei Warnemünde notwassern. Die He 116 V1 blieb schwimmfähig und konnte zum Heinkel-Werk in Rostock-Marienehe geschleppt werden, wo sie die HM-508C-Motoren gleicher Leistung des fast fertigen zweiten Prototyps erhielt. Trotz der geringen Leistung der Motoren erschien die Maschine geeignet und im März 1937 wurde die Erprobung der V1 als D-AJIE und unter dem Namen Schlesien in den Farben der Lufthansa fortgesetzt. Nach Beendigung der Tests wurde das Flugzeug unter dem neuen Namen Lübeck auf der Südamerika-Strecke eingesetzt. Die Lübeck wurde ab dem 21. Oktober bis zum 1. Januar 1939 mindestens viermal auf der Postlinie nach Südamerika zwischen Frankfurt am Main und Las Palmas eingesetzt. Die He 116 V2 Hamburg (Wnr. 546, D–ATIO) folgte, stürzte aber am 27. Mai 1938 am Strand von Langeoog bei einem leichtsinnigen Manöver des Piloten nach Wasserberührung ab. Unter den drei Toten befand sich neben Flugkapitän Otto Falke und Funker Erich Kolbe mit dem Oberfunkmaschinisten Karl Kirchhoff einer der erfahrensten Atlantik- und Langstreckenflieger der Lufthansa.

      

Länge: 

Dienstgipfelhöhe: 

Spannweite:

Reisegeschwindigkeit:

Höhe: 

Höchstgeschwindigkeit: 

Max. Startgewicht: 

Reichweite: 

Leergewicht:

Motorisierung: 


FOTOS / grafiken

 
       
he-58 / d-1919 he-70 / d - 3 HE - 111 / d - ahao


Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia - Lufthansa - bundesarchiv u.a. / Daten und Links ohne Gewähr (04.2026)