Sonntag, 01.05.2011
    

.....Ende April wurden die Bundesstaaten Alabama, Tennessee, Georgia, North Carolina, South Carolina und auch Virginia von 260 Tornados getroffen.......aufgrund der sehr großen Schäden haben wir die geplante Reiseroute geändet......ursprünglich wollten wir von Atlanta nach Chattanooga und dann weiter nach Nashville fahren.......dies haben wir natürlich aufgrund der großen Zerstörungen entlang der geplanten Route , den Überflutungen in Tennessee und aus Respekt vor den betroffenen Menschen nicht gemacht..........die Wettervorhersagen für unsere Reiseroute waren auch nicht sonderlich gut............der Tag vor der Abreise begann mit der üblichen "Kater-Blockade" des Reisekoffers.....so dauerte das Packen leider etwas länger..........es wurde ein größeres Regengebiet für die nächsten Tage über Nord-Georgia und auch in Tennessee erwartet........daher war die Route über Süd-Georgia die einzig richtige....eine Karte der gesamten Route kommt noch.....

   

Montag, 02.05.2011
      

.....die Abreise am Hamburger Flughafen verlief relativ problemlos......wir sind nach Paris geflogen und dann weiter nach Atlanta......fast 10 Stunden in der Luft und etwas Chaos am Flughafen in Atlanta....wir haben fast 2(!) Stunden benötigt, um dort aus dem Flughafen herauszukommen..........erstaunlicherweise konnten wir uns aussuchen, welchen Leihwagen wir aus dem Parkhaus mitnehmen wollten.....wir haben einen neuen Jeep Patriot gewählt, der gerade mal 1700 km auf dem Tacho hatte.......danach haben wir uns auf die Hotelsuche gemacht, weil es schon sehr spät war..........etwas südlich vom Flughafen haben wir dann ein Hotel gefunden......trotzdem wir kaputt waren, haben wir uns zunächst einmal mit einem kleinen alkoholischen Erfrischungsgetränk auf den Außengang des Hotels gesetzt und die Rückkehr in die USA gefeiert.....

     

Dienstag, 03.05.2011
    

....das Bild hier zeigt das leckere Frühstück, das Maria in der Mikrowelle explodiert ist.....alles andere war o.k......einfach und erst einmal ausreichend............alle Nachrichten im Fernsehen und auch die Zeitungen hatten natürlich nur ein Thema: Bin Laden und dessen Tod........wie man an dem Schild sehen kann, sind die Soldaten hier sehr hoch angesehen.....man sollte nichts dagegen sagen.......der Weg führte uns dann nach Jonesboro, südlich von Atlanta.....hier hatte Margaret Mitchell die Ideen für ihr Buch "Gone with the Wind" gesammelt........Jonesboro war auch der Ort eines größeren Gefechtes im US-Bürgerkrieg......leider ist von dem Schlachtfeld außer einem Friedhof und ein paar historischen Tafeln nichts erhalten geblieben..........auf dem Weg nach Süden sind wir dann zufällig an einer der größten Rennstrecken in den USA vorbeigekommen, dem Atlanta-Speedway.....hier können 120.000 Zuschauer die Rennen der NASCAR-Serie verfolgen.....

     

.........vor der Rennstrecke stand das diesjährige "Pace-Car", ein neuer Chevrolet Camaro RS.......eine nette Mitarbeiterin hat ein Foto von uns gemacht...........leider war die Rennstrecke augerechnet jetzt für 2 Tage für Besichtigungen gesperrt........natürlich haben ich auch diesmal wieder diverse Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr fotografieren können.....die Mannschaft hier hat gerade bei Burger-King gegessen.........dieses Gerichtsgebäude ist eigendlich nichts Neues..........aber als ich ein Foto davon gemacht habe, begann es aus der einzigen dunklen Wolke über mir auf mich herab zu regnen.......mal wieder typisch...........unser Weg hat uns dann nach Andersonville geführt, wo wir mehrere Stunden verbracht haben..........hier befand sich im US-Bürgerkrieg das größte Gefangenenlager der Konföderierten............auf dem Gelände gibt es viel zu sehen.......ein Teil des Lagers wurde so nachgebaut, wie es vor 150 Jahren existiert hatte......viele historische Tafeln mit Erklärungen und Monumente haben dafür gesorgt, dass wir wieder mal 300 Fotos gemacht haben.............nicht weit davon entfernt befindet sich das "Historische Andersonville", ein Touristendorf mit ein paar nachgebauten Häusern und einem Monument...........lohnt sich überhaupt nicht............wir haben uns danach auf den Rückweg in Richtung Macon gemacht, einer Stadt mitten in Georgia, wo wir in einem Hotel in der Nähe der Autobahn unser Nachtlager aufgeschlagen haben....

      

Mittwoch 04.05.2011
      

...........heute waren wir in der Stadt Macon und sind den Schildern gefolgt, die auf historische Orte aus dem Bürgerkrieg hinwiesen.........es gab reichlich zu sehen.........das Museum über den US-Bürgerkrieg haben wir uns gespart, weil man nach so langer Zeit schon vieles davon kennt...........wir sind noch ein wenig in der Innenstadt unterwegs gewesen und haben einige alte Gebäude, das alte Gerichtsgebäude und viele historische Hinweistafeln fotografiert.......gut, dass man hier fast überall kostenlos parken kann.............das Cowles-Bond House liegt auf einem kleinen Hügel neben einer Schule für Rechtsanwälte..........von dort hat man einen guten Überblick über die Stadt...........das Haus diente 1864 im Bürgerkrieg als Hauptquartier  für den Reitergeneral Wilson........in der Stadt liegt das nachgebaute Fort Hawkins aus dem Unabhängigkeitskrieg.......leider war das Gelände gesperrt...........aus Geldmangel konnte man das Besucher-Zentrum nicht weiterbauen...........erst wenn genug Geld aus Spenden und aus der Stadtkasse zur Verfügung steht, geht es weiter.......da sollte man sich in Hamburg mal ein Beispiel nehmen....

      

..........außerhalb der Stadt sind wir noch zum Ocmulgee National Monument gefahren...........auf dem Gelände haben die amerikanischen  Ureinwohner/Indianer vor 1000 Jahren gelebt.......die Unterkünfte wurden nachgebaut..........außerdem wird das Leben auf vielen Hinweistafeln erklärt..........leider war das Besucherzentrum außer Betrieb.............im Inneren wurde alles genau so nachgebaut, wie man es bei Ausgrabungen vorgefunden hatte...........es war sehr warm und stickig darin............das ganze Gelände lag neben einem Sumpf (noch einer!!)...........hier haben wir den "Gebets- bzw. Opferhügel" bestiegen, der das Allerheiligste der Indianer darstellte..........ein paar Archäologen waren gerade dabei, Vermessungen vorzunehmen.............danach haben wir uns auf die einsamen Straßen in Georgia begeben............wo wir außer Bäumen, Waldbrandtürmen und ein paar belebten Straßenkreuzungen nichts weiter zu Gesicht bekommen haben..........wir wollten die Autobahn vermeiden, weil man von dort nichts von der Gegend mitbekommt.......

   

Donnerstag, 05.05.2011
     

...........das Civil-War Schlachtfeld von Griswoldville............es besteht eigentlich nur aus der historischen Hinweistafel, die neben der Straße auf einem Privatgrundstück steht.....da hatte ich etwas mehr erwartet.........auf dem Weg durch Georgia habe ich mal wieder Fotos von historischen Gerichtsgebäuden gemacht...........dieses hier wurde frisch renovert und liegt in Swainsboro.............leider gab es keine Einsatzfahrzeuge zu fotografieren............dieses moderne Gebäude liegt in Statesboro........und hat das alte Gebäude abgelöst...........viele der alten Gerichtsgebäude in den USA wurden durch Brände beschädigt und in den letzten 100 Jahren ersetzt..............am Nachmittag haben wir uns noch bis Savannah vorgekämpft und Downtown das Savannah-History-Museum besucht, neben dem auch ein Schlachtfeld aus dem Amerikanischen Revolutionskrieg liegt................naja.....da gab es schon Besseres zu sehen..........in einem kleinen Fort auf dem Gelände wurde Schulkindern und auch uns gezeigt, wie man vor 200 Jahren geschossen und nachgeladen hat..........war recht interessant, sehr kompliziert und laut........von dort aus sind wir in das Eisenbahnmuseum gegangen........im alten Eisenbahnmuseum von Savannah wurde der bekannte Film "Glory" gedreht.......die alten Anlagen und Häuser wurden dabei in ein Militärlager im US-Bürgerkrieg umgebaut.....der Film wurde mit einem Oscar belohnt...

     

.....im Eisenbahn-Museum waren einige alte Dampf- und Elektolokomotiven sowie viele alte Waggons ausgestellt......so richtig gelohnt hat sich das Museum auch nicht........die "Forrest-Gump-Bank" steht im History-Museum in Savannah...........und ist nicht echt..........es gab mehrere davon, die nach den Dreharbeiten wieder entfernt wurden.......eine der Bänke landete als Geschenk in diesem Museum........die Downtown-Feuerwache hatte leider nicht viel zu bieten und die Fahrzeuge waren zum Fotografieren schecht geparkt.......man kann ja nicht immer Glück haben..........von hier aus sind wir in die Altstadt gefahren bzw. öägegangen...........die Kathedrale "St. John the Baptist" ist in der historischen Altstadt von Savannah eine der herausragenden Gebäude........auf einem der 24 Plätze in Savannah steht die Statue des Edward Oglethorpe, der die Stadt Georgia und den Staat Georgia gegründet hatte........im südlichsten Teil der Stadt steht ein Denkmal für die Gefallenen des Bürgerkrieges.........hier war es auch, wo uns am Nachmittag die Schauspieler Goldie Hawn und Kurt Russel begegnet sind..........leider durften wir kein Foto machen.....

    

Freitag, 06.05.2011
    

...das Fort McAllister in Richmond Hill stand heute auf dem Programm....trotz des schlechten Wetters haben wir den Ausflug in die Gegend südlich von Savannah gemacht.......das Fort diente zum Schutz der Stadt und des Flusses.....vieles ist noch gut erhalten geblieben..........mal ein Bild ohne Sonnenbrillen, weil......es gab keine Sonne, sondern nur Regen und Mückenschwärme (die natürlich nur mich zerbissen haben)......wir waren patschnass, wie man sehen kann, aber bei 26° war das trotzdem kein Problem..........das Fort liegt am Savannah-River.....hier gab es ein Gefecht von mehreren Panzerschiffen, von denen eines unweit dieser Position sank und noch heute dort liegt.....Delfine konnten wir hier auch beobachten....allerdings gab es hier auch handtellergroße Motten......

    

...im Museum, das dem Fort angegliedert ist, gab es die weltweit erste Wassermine zu sehen, die im amerikanischen Bürgerkrieg eingesetzt wurde, um den Panzerschiffen auf den Flüssen etwas entgegenzusetzen........wir haben in dem Museum viel gelernt.......bei meinen Reisen muss ich es ja nicht immer erwähnen, aber......die Regengebiete folgen mir noch immer.......nachdem wir also beim Fort McAllister klatschnass geworden sind, sind wir noch in eine Mall einkaufen gefahren.......bei der Gelegenheit haben wir auch noch etwas gegessen.....in den Einkaufszentren gibt es immer sog. Food-Courts mit vielen verschiedenen Restaurants.....ist meistens etwas ungesund, aber auch billig und lecker.......wir haben hier chinesisch gegessen......und ein paar County-Musik-CD's gekauft....

     

Sonnabend, 07.05.2011
   

.......heute war wieder schönes, warmes Wetter.......auf dem Weg nach Savannah konnte ich ein größeres Fahrzeug der Berufsfeuerwehr ablichten......es wurde gerade gewaschen.......danach sind wir weiter zum Fort Jackson gefahren........im Fort James Jackson gibt es außer ein paar kleinen Ausstellungsräumen nicht viel zu sehen........das Fort liegt am Savannah River und wurde schon im britisch-amerikanischen Krieg von 1812 genutzt......das Panzerschiff CSS Georgia liegt unweit des Forts im Fluss, nachdem es dort am 20.12.1864 selbst versenkt wurde.........wir sind dann weiter zum Fort Pulaski gefahren, einer sehr großen Festungsanlage am Savannah River......hier sind wir in vielen Räumen und auch draußen herumgelaufen......das Fort wurde nach einem polnischen Offizier aus dem Unabhängigkeitskrieg benannt und im April 1862 von den Unionstruppen nach einem 30-stündigen Dauerbeschuss erobert..........somit haben wir das nächste Amerikanische Nationalmonument auf unserem "Sonnenbrillenfoto" verewigt..........im Fort fand die Vorführung von Kanonen aus dem Bürgerkrieg statt......ein Profi erklärte alles, während die Reenactors alles originalgetreu vorbereitet haben............nach dem Feuern beider Kanonen war vom Innenhof des Forts nicht mehr viel zu sehen.......die Dinger machen einen Höllenlärm, wenn sie abgefeuert werden......es ist schwer vorstellbar, dass bei manchen Gefechten im Bürgerkrieg hunderte Kanonen in kurzer Zeit abgefeuert wurden....

    

....vom Fort Pulaski wollten wir eigentlich nach Tybee Island an den Strand fahren, aber der  typische Samstagnachmittags-Stau hat dies verhindert.....also sind wir in die Stadt an die Riverfront gefahren.....hier liegt das große Souvenir-Center....Kitsch pur.....wir haben hier nichts gekauft...............hier hat wohl ein Jachtbesitzer zu viel James Bond  Filme gesehen........die "Quantum of Solace" lag an der Uferpromenade.......es wurde übrigens 2001 gebaut, ist 52 m lang und steht derzeit für schlappe 19,5 Millionen zum Verkauf an........Sightseeing in Savannah macht hungrig......aber was Maria da in einem kleinen Lokal gegessen hat, weiß niemand so genau...........die Riverfront von Savannah ist von Touristen nur so überlaufen.....die Häuser, die man schon im Film "Glory" gesehen hatte, sind aber noch vorhanden und wirken etwas schmuddelig.......hier sind überall teure Restaurants und Souvenirläden zu finden..........an der Uferpromenade liegen große Raddampfer und viele Kleinhändler verkaufen ihre Waren.....aus vielen Richtungen tönt Musik.......sogar Bier wird hier draußen ausgeschenkt.........dieser Oldtimer wurde von einem älteren Ehepaar gefahren und an der Promenade abgestellt...

   

...in Savannah auf dem Wright Square befindet sich das Grab des Indianer-Häuptlings Tomochichi, der 1739 starb......er war es, der hier mit seinem Stamm zuerst siedelte und den Briten bei der Besiedelung half.........das alte Chatham County Courthouse wurde renoviert.......nachdem wir in der Nähe noch bei Starbucks eingekehrt waren, haben wir uns am späten Nachmittag zurück zum Auto geschleppt........mein erstes Strafmandat in den USA...warum?......die Schilder wiesen darauf hin, dass man nur auf der anderen Seite nicht parken darf.......bleibt wohl ein Geheimnis des Stadtbediensteten, der hier mit dem Fahrrad unterwegs war...

     

Sonntag, 08.05.2011
     

...heute sind wir weiter nach Charleston gefahren.......an der Middelton-Plantage südlich der Stadt haben wir unseren ersten kurzen Stop gemacht........hier wurden Teile des Films "Der Patriot" gedreht (Gartenparty mit Feuerwerk)....wir hatten uns aber eine andere Plantage ausgesucht und sind gleich weiter gefahren..........die Magnolia-Plantage ist eine der größten alten Plantagen in South Carolina......im Garten hinter dem Haus kann man stundenlang spazieren gehen und Tiere beobachten.....das Haus selber konnte man nur gegen eine weitere Gebühr besichtigen.......das Gelände der Plantage hat nicht nur Pflanzen und Tiere zu bieten, sondern auch einige Brücken, die in so manch einem Film auftauchen könnten.......zur Plantage gehört auch ein Sumpf......die hier lebenden Tiere werden geschützt und können leicht beobachtet werden.....erstaunlicherweise gab es keine Mücken hier.......dieses nette Tier ist ca. 1,5 m neben mir aufgetaucht als mich Maria weiter in den Sumpf geschleppt hatte.....ich denke mal, der Alligator hat bei mir geschaut, ob sich ein Probebiss lohnen würde, und ob es dann auch noch für seine "Kollegen" ausreichen würde.........in Amerika gibt es immer wieder sehr gut erhaltene Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren zu bestaunen, die fast alle in sehr gutem Zustand sind....das Wetter hier macht es möglich.....

      

Montag, 09.05.2011
    

     

...heute sind wir in den Cypress-Garden gefahren, wo wir vor ein paar Jahren schon einmal waren......Maria wollte dort wieder hin und sich von mir durch die Sümpfe fahren lassen....."ihr Wunsch ist mein Befehl".... erst das Aquarium besuchen......dann in den Sumpf.......gegenüber der Bootsanlegestelle liegt die kleine Insel, auf der für den Film "Der Patriot" (mit Mel Gibson) ein Lager im Sumpf aufgebaut wurde......es sind nur noch Reste vorhanden.........schon wieder im Sumpf......irgendwo hinter uns schwimmt ein Alligator.....wir hatten glücklicherweise wieder sehr gutes und nicht zu warmes Wetter.......aber nach 1,5 Stunden im Sumpf war ich vom paddeln doch ganz schön kaputt......

       

....diese Brücke am Rand des Sumpfes ist ebenfalls eine Filmkulisse......wenn man gegen die "Steinmauer" klopft, bemerkt man den Schwindel schnell......wir haben noch den Rundwanderweg gemacht und weitere Alligatoren gesehen.........auch die künstlichen Sumpfbäume aus dem Film "der Patriot" sind hier geblieben und stehen nun am Parkplatz.......nach den Besichtigungen sind wir wieder zurück ins Hotel gefahren und haben uns ausgeruht........am Abend sind wir wieder zum Essen in das Restaurant "Crab-House" gegangen......Maria hat mal wieder den Inhalt von 30 cm langen Krabbenbeinen gegessen, die sie vorher noch brechen musste......nix für mich.....

        

Dienstag, 10.05.2011
     

......von Charleston aus sind wir heute zunächst nach Georgetown gefahren......dabei führte uns der Weg vorbei an ausgebrannten Wäldern zur Hampton-Plantage, die schon George Washington im Jahr 1791 besucht hatte......die Eiche vor dem Haupthaus steht seitdem unter Schutz und wurde nach Washington benannt.........leider hatten die Mosquitos hier wieder viel Hunger und haben versucht, mich leerzusaugen.......in Georgetown, einer Industriestadt, wo Papier für fast ganz Amerika hergestellt wird, haben wird dann eine Pause gemacht.........die neue Ufepromenade war ganz nett..........viele historische Häuser entlang der Promenade und in der kleinen Innenstadt wurden restauriert und teilweise in teure Appartments umgewandelt.........wir haben in einem kleinen Laden gegessen, der nur 4 Stunden am Tag auf hat und von einem jungen Paar aus New York geführt wird, die hierher "ausgewandet" sind......das Essen war lecker und natürlich nicht teuer.....

    

......das restaurierte Gerichtsgebäude konnte ich auch fotografieren......leider stören die alten Stromleitungen immer wieder.........von Georgetown aus sind wir auf dem Highway weiter nach Myrtle Beach gefahren........an der Midway-Feuerwache konnte ich ein altes, aber noch aktives Fahrzeug der Feuerwehr ablichten...........Myrtle-Beach in South Carolina ist etwa mit Rimini oder Lloret de mar zu vergleichen........in der Sommerzeit bzw. in den Ferien ist hier der Teufel los......Hotels und riesige Appartmentanlagen liegen direkt am Strand.......hier wurden noch Life-Guards für den gesamten Sommer gesucht..........in der Stadt ist alles auf Tourismus hin ausgelegt.........sogar ein Restaurant der Planet Hollywood-Kette gibt es hier ............rechts und links der Straße befinden sich Bars, Restaurants, Vergnügungszentren, Wasserparks und noch viel mehr.........auch das "Horst Gasthaus" befindet sich hier........ein Restaurant im bayrischen Stil.........unser Fazit: Myrtle Beach kann man sich außerhalb der Saison anschauen....mehr nicht....

     

.....die Fahrt an der Ostküste ließ uns mehrere Male den sog. Intercoastal Waterway kreuzen, eine Wasserstraße die an der ganzen Ostküste entlang über Seen und Flüsse führt............Willkommen in North Carolina.........kaum bin ich über die Staatsgrenze gefahren, da fängt es an zu regnen.......und zwar heftig......also so wie immer...........wir haben in Wilmington im Hotel neben dem Outback-Restaurant übernachtet......so konnten wir noch ein paar Drinks zu uns nehmen......dafür haben wir dann auch eine hohe Rechnung gehabt......tja, und wieder war der Jägermeister schuld..

     

Mittwoch 11.05.2011
   

....wir sind bei Jacksonville an einem der vielen Militärlager an der US-Ostküste vorbeigefahren.......hier werden Marines ausgebildet......einige dieser Lager sind so groß, dass die gesamte  Bundeswehr dort untergebracht werden könnte.........am Wegesrand lag noch die alte Foscue-Plantage, die aber nicht zugänglich war.......aber wenn man schon mal hier ist, dann kann man das auch fotografieren.........unsere Besichtigungen der letzten Tage haben deutliche Spuren an meinen Beinen hinterlassen.....hier haben sich mehrere Großfamilien von Mücken ausgetobt......auf dem Weg zu den Outer Banks in North Carolina haben wir unterwegs noch eine kleine Rast eingelegt und ein paar Muffins verspeist.........bei New Bern war plötzlich die Sicht weg und es roch stark nach Feuer......vor einigen Jahren gab es hier schon mal ein Feuer, dass 4 Monate lang gebrannt hatte........die ganze Gegend war von dunklem Rauch überdeckt, sodass man nicht sehr weit sehen konnte........woher dies kam, haben wir erst später erfahren müssen......

    

.....in dem kleinen Ort Washington haben wir eine kurze Pause gemacht......hier gab es außer ein paar hsitorischen Tafeln nicht viel zu sehen.......mal wieder ein trauriger Ort mehr auf unserem Weg..........wir sind weiter auf dem Highway 264 gefahren und in die Stadt Bath gekommen.......diese kleine, historische Stadt war die erste mit Stadtrecht in North Carolina.......dies war im Jahr 1705.........in der Stadt existieren noch viele alte Häuser, die man sich von außen anschauen kann.........in dieser Stadt war auch Edward Teach zu Haus, der als Pirat unter dem Namen "Blackbeard" bekannt war.......hier liegt auch die älteste Kirche in North Carolina..........die Kirche St.Thomas stammt aus dem Jahr 1734 und wurde inzwischen renoviert..........der Weg führte uns weiter auf einer einsamen Straße südlich des Alligator-River Nationalpark.......vorbei an kleinen Feuerwachen mit alten Fahrzeugen davor, die wohl immer noch eingesetzt werden.......leider mussten wir bei Stumpy Point umkehren......hier erst hatte man ein Schild aufgestellt, das auf die Straßensperrung vor uns aufgrund des Feuers im Sumpfgebiet hinwies........kurze Zeit später zog dunkler, beißender Rauch in unsere Richtung.......wir mussten umkehren und zurück  fahren.......der Umweg war fast 60 km lang und hat uns fast 2 Stunden gekostet.........das hätte man ja auch eher ankündigen können.........unser Motel liegt direkt am Strand und hat wenige, sehr schöne Zimmer......wir waren hier schon öfter.....

   

Donnerstag, 12.05.2011
     

.....zum Frühstück gabs den Western-Klassiker "Rio Bravo".........der Strand hier ist sehr breit und weitläufig........hier gibt es keine Hotel-Komplexe und die paar Leute verteilen sich gut.....man hat genug Platz.......baden gehen war aber aufgrund der Wassertemperatur und des hohen Wellenganges nicht möglich..........abends sind wir wieder einmal in das beste Fischrestaurant gegangen, das neben dem Hotel liegt.......hier gibt es erstklassigen Service, sehr gutes Essen......was natürlich seinen Preis hat.......

    

Freitag, 13.05.2011
    

............heute war leider Regen und kaltes, windiges Wetter angesagt...........wir haben uns nur kurz am Strand aufgehalten...........und hätten einen Glühwein gebraucht.............wir sind stattdessen zu einem der vielen Minigolf-Plätze in der Nähe gefahren............der Piraten-Platz war gut gefüllt, weil viele andere die gleiche Idee hatten wie wir..........die Karte zeigtes, ich habe mal wieder verloren.........so ist das, wenn man mit Maria unterwegs ist...........ich verliere sogar beim Mau-Mau..............später haben wir noch beim Mexikaner gegessen.........und auf der Veranda ein wenig Lambrusco aus unserer 3-Liter-Flasche getrunken.........

    

Sonnabend, 14.05.2011
    

...........heute war stundenlanges Faulenzen am Strand angesagt.............der Wind hatte etwas nachgelassen, aber es war noch genügend vorhanden, damit die Surfer ihre Freude hatten................das kleine Nachmittags-Erfrischungsgetränk durfte hier nicht fehlen............Alkohol in der Öffentlichkeit ist zwar offiziell verboten, aber es gibt hier niemanden, der das kontrolliert..........

     

Sonntag, 15.05.2011
     

....heute sind wir in Richtung Smithfield aufgebrochen......wer noch nie in den USA gewesen ist, der könnte mit den Straßenschildern ein paar Probleme bekommen.......ist eigentlich alles recht übersichtlich.......ein Kompass im Auto oder ein Navigationsgerät kann nicht schaden...........in Columbia haben wir in der Innenstadt das alte Courthouse angeschaut.....mehr gab es hier auch nicht zu sehen.............in Williamston haben wir nur ein verlassenes Gerichtsgebäude vorgefunden.......aber ich konnte endlich mal wieder ein paar Einsatzfahrzeuge der Polizei ablichten.........unser nächster Stop war das alte Fort Branch, wo es im Bürgerkrieg allerdings nie einen Kampf gegeben hatte........Teile des Forts wurden von Privatleuten restauriert.........die Kanonen wurden unweit des Forts von der US-Armee im Roanke-River gefunden.......und sind jetzt in einem kleinen Museum neben dem Fort ausgestellt...........die Besucher-WC's waren mal wieder typisch amerikanisch.......ein Vorhang statt einer Tür....

   

....ach ja......ich bin in North Carolina......also gehört der Regen dazu.....das war aber nur von kurzer Dauer.......wir haben schon 2000 Meilen zurückgelegt, also ca. 3.500 km..............in Smithfield haben wir unser Hotel bezogen und sind im Outlet-Center nebenan einkaufen gegangen......hier bekommt man - im Gegensatz zu den Outlets in Deutschland - die Klamotten auch wirklich günstiger.............wir brauchen in den nächsten Jahren in Deutschland nichts mehr zu kaufen......und freuen uns auf die Kreditkartenabrechnung.......ob das alles in den Koffer passt???.........abends haben wir uns neben dem Hotel ein gesundes Essen bei Subway gegönnt.......während nicht weit von uns entfernt die Unwetter aufzogen.......

     

Montag, 16.05.2011
    

.....von Smithfield aus sind wir weiter nach Lillington gefahren, wo wir das alte Gerichtsgebäude gesucht haben......das es aber nicht mehr gab......immerhin habe ich noch ein altes Waldbrandfahrzeug vor die Linse bekommen..........danach sind wir weiter nach Averasboro gefahren, wo sich ein Schlachtfeld aus dem Bügerkrieg befindet.....ich war hier schon von 4 Jahren einmal.......aber seitdem hat sich viel getan und ich wollte noch ein paar bessere Fotos machen.......auf dem Gelände befindet sich ein kleiner Friedhof.....hier wird auch die vorletzte Schlacht im US-Bürgerkrieg erklärt.....das alte Hospital wurde ebenfalls wieder aufgebaut......und ein weiteres Museum wird auch eingerichtet........am späten Nachmittag sind wir dann bei unseren Freunden in Fuquay-Varina eingetrudelt......die Katzen warteten schon auf uns........Maria wurde gleich von dem 11 Jahre alten Marvin in Beschlag genommen.....wenn das der Kater in Hamburg gesehen hätte..........die Stadt Fuquay-Varina hat nichts besonderes zu bieten.......es ist eine typische amerikanische Kleinstadt, die als Vorort für Raleigh zu sehen ist.......die Stadt wächst aber, wie viele andere Orte in dieser Gegend auch, stetig weiter....

         

Dienstag, 17.05.2011
    

.....heute morgen habe ich ein wenig Sightseeing in Fuquay-Varina gemacht.......hier befindet sich eine kleine Quelle, der man große Heilwirkung nachsagt......leider durfte ich die Fahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei nicht fotografieren und wurde recht unfreundlich abgewiesen......das kenne ich so nicht........am Nachmittag zogen dann wieder dunkle Wolken auf....man hatte hier wieder vor heftigen Unwettern gewarnt......erst wenige Wochen zuvor hatte es hier in der Gegend mehrere Tornados gegeben, die Menschenleben gefordert und große Schäden angerichtet hatten...........abends gab es dann eine "Maria und Jörg-sind-zurück-in North-Carolina-Party" mit allen unseren Freunden und Marias ehemaligen Arbeitskollegen.....jeder hatte etwas Leckeres mitgebracht.....es gab viel zu erzählen und man hat gemerkt, wie schnell die Zeit vergeht....

     

Mittwoch 18.05.2011
    

....heute haben wir ausgeschlafen und gefaulenzt.......und sind am Abend mit unseren Freunden zum Italiener gegangen.........dummerweise habe ich bei der Pizzagröße etwas danebengelegen....die Pizza hatte die Größe eines alten Kutschenrades.......ich gebe es ungerne zu, aber ich habe die Pizza nicht geschafft.........am Abend haben wir noch draußen auf der Veranda gesessen und uns den Sonnenuntergang in North Carolina angeschaut.....nachts haben wir uns noch einen guten 3D-Film (Rapunzel) gesehen...

     

Donnerstag, 19.05.2011
    

.....am Morgen habe ich schon einmal an diesem Tagebuch geschrieben......am nachmittag haben wir unsere Freunde verlassen und sind weiter nach Durham und Chapel Hill gefahren.......vorher haben wir noch ein wenig für unseren Ausflug in die Berge eingekauft und uns über den Service in Amerika gefreut (Parken neben dem Supermarkt, kein Geld für Einkaufswagen, volle Regale, fast alle Kassen offen, Einpackservice etc...)......danach haben wir noch einmal unsere "alte Anschrift" in Durham aufgesucht......die Tennisplätze wurden endlich renoviert........am frühen Abend sind wir bei Marias ehemaligem Chef eingekehrt......er war gerade dabei, leckeres britisches Essen für unseren Ausflug in die Berge zu kochen.......Maria hatte noch ein Treffen mit einigen Bekannten in Chapel Hill.....ich habe sie noch dorthin gebracht und dann später mit unseren Freunden ein paar Bier auf der Veranda getrunken.....

     

Freitag, 20.05.2011
     

.....Maria hatte heute einen sog. "Hangover"........zu Deutsch: sie war verkatert........Wein und Jägermeister in großen Mengen zu mischen, war offensichtlich nicht gut.........wir sind von Chapel Hill aus in die Berge gefahren, um dort in einer Hütte zu bleiben.......Marias Ex-Chef hatte uns dazu eingeladen.........auf dem Weg dorthin haben wir noch ein paar Dinge eingekauft, wobei ich ein altes Feuerwehrfahrzeug vor die Linse bekam, das heute für ein Tier-Krankenhaus unterwegs ist.............der Weg in die Berge war recht schön.......insofern man sich nicht verfährt und jemandem mit einem Kater die Straßenkarte lesen lässt.......irgendwie haben wir den Weg mit Umwegen doch gefunden..... ..wir waren im Hanging-Rock-State-Park.........ein Nationalpark und Wandergebiet.....hier kann man auch Campen oder in gemieteten Häusern übernachten..........wir waren zu viert in einem Haus.......es erinnerte etwas an unsere vielen Reisen mit Rainbow-Tours.......alles sehr einfach, aber völlig ausreichend........insgesamt waren wir 17 Personen in den 4 Häusern.......die anderen Leute kannten wir teilweise auch schon länger......nach dem Vorfall mit dem Park-Ranger (siehe unten) wurden am Abend noch Marshmellows gegrillt..........bei warmen Temperaturen und einem gemütlichen Lagerfeuer wurde es fast Mitternacht, bis alle ins Bett gegangen sind.

      

Sonnabend, 21.05.2011
   

....das typische amerikanische Frühstück mit Schinken, Toast und Rühreiern wurde von einem unserer Freunde zubereitet.......es war sehr lecker.......der Tag konnte beginnen...............Maria und ich haben den Tag über draußen auf der Veranda oder vor der Blockhütte gesessen und gequatscht.........ich habe ein wenig an diesem Reisetagebuch geschrieben......der rote Becher neben der Gatorade-Flasche enthält übrigens sog. "Eis-Tee".............das Wetter war sehr gut, sonnig, etwas Wind und nicht zu warm..........so konnte man sich etwas erholen........Maria ist am Nachmittag wandern gegangen......dieser Nationalpark hat dafür viel zu bieten........der Badesee war noch nicht eröffnet, man konnte sich jedoch Boote zum Paddeln ausleihen...........hier gibt es auch einige Wasserfälle, die man besuchen kann......ich hatte dazu keine Lust und habe lieber weiter gefaulenzt........unsere Freunde und Bekannten haben sich derweil schon das eine oder andere Bierchen genehmigt..........das zweite, illegale Fass Bier haben wir am Abend im Kleiderschrank versteckt......leider war es sehr früh leer, weshalb wir schon ab 10 Uhr abends auf dem Trockenen saßen...

     

Sonntag, 22.05.2011
    

.....der Weg zurück führte uns auch zu einer alten Eisenhütte aus dem Bürgerkrieg, von der noch der Hochofen stehen geblieben ist..............auch in North Carolina gibt es einsame Straßen.......irgendwie scheine ich diese immer zu finden............hinter der weißen Kirche in Wentworth wurden mehrere Generäle aus dem Bürgerkrieg und erstmals auch Sklaven begraben...........neben vielen überfahrenen Tieren haben wir auch lebende Murmeltiere am Straßenrand gesehen.......sehr scheu und schwer zu fotografieren.............in Chapel Hill hatte ich endlich noch Glück gehabt.......alle blauen Einsatzfahrzeuge, auch die neuen, waren an einer Station versammelt.....so konnte ich meine Sammlung erweitern.....die Fahrzeuge werden von der Universität gefördert und tragen die Uni-Farben.......abends haben wir bei Marias altem Chef schon mal die Koffer gepackt und noch ein paar Bier bzw. Wein getrunken......den Film "The Tourist" haben wir noch gesehen......ganz gut gemacht, aber nicht viel Action.....

     

Montag, 23.05.2011
    

....heute hatten wir nicht viel vor und sind am Nachmittag in Durham in unser "Stammkino" gefahren, in das jetzt ein IMAX-Kino eingebaut wurde...... ........wir haben uns den Film "Piraten der Karibik 4" in 3D angeschaut..........ganz netter Film, aber aufgrund der etwas verwirrenden Story schlechter als die anderen Teile vorher.......und es gibt kaum 3D-Effekte, weshalb man sich den Film auch in 2D anschauen kann...........abends wurden wir von Marias deutschen Ex-Mitarbeitern Tobi und Angelika zum Essen bei einem Italiener eingeladen......es gab reichlich zu essen........später haben wir noch ein paar Bierchen und etwas Wodka zu uns genommen........es wurde wieder spät........wir haben uns heute bei Tobi für eine Nacht eingenistet......Marias Ex-Diplomand aus Hamburg dürfte wohl den verücktesten Spiegel der Welt haben.......ich erschrecke mich in meinem Alter jeden Tag vor einem normalen Spiegel.....aber so etwas, dieser Spiegel spricht.....einfach mal auf das Bild klicken (bald).....dann versteht man...

     

Dienstag, 24.05.2011
    

.........leider mussten wir uns zurück auf den Weg nach Atlanta machen......wobei wir in North Carolina wieder ein paar Stops gemacht haben, um uns traurige Innenstädte anzuschauen und Gerichtsgebäude zu suchen................in Gastonia konnte ich einen Feuerwehrmann treffen, der mir erlaubte, sein Fahrzeug zu fotografieren.......aber nur von einer Seite, weil die andere durch faustgroße Hagelkörner beim letzten Tornado beschädigt wurde............wir sind durch South Carolina gefahren, ohne noch weitere Stops zu machen............der Weg nach Atlanta ist weit.............hinter der Staatsgrenze von Georgia haben wir uns ein kleines Hotel gesucht und nach fast 7 Stunden Fahrt eine Pause eingelegt.........

     

Mittwoch 25.05.2011
    

....heute sind wir nach Toccoa gefahren, einer Kleinstadt in den Bergen.......normalerweise hat diese Stadt außer dem Courthouse nichts zu bieten.......aber es gibt im alten Bahnhofsgebäude ein Militärmuseum, das sich mit der "Easy-Company" beschäftigt..........diese Einheit wurde hier im 2. Weltkrieg in der Nähe in einem großen Lager ausgebildet.....der Film "Saving Private Ryan" und die Serie "Band of Brothers" basieren auf den wahren Geschichten dieser Einheit, die in der Normandie und in vielen anderen Teilen Europas gekämpft hatte......das Museum beinhaltet faszinierende Ausstellungs- bzw. Beutestücke, die ich hier aber nicht zeigen kann.......die originale Baracke aus England wurde hierher transportiert und ausgestellt..........in der Nähe der Stadt befindet sich ein 30m hoher Wasserfall auf einem College-Schulgelände.......hier kam es in den 70er Jahren zu einer großen Tragödie als ein Damm oberhalb des Wasserfalls brach und das Wasser durch die Schlucht stürzte.......viele Studenten und Lehrer kamen dabei um.......glücklicherweise hatte die Ortsfeuerwehr ihre Fahrzeuge draußen geparkt, so dass ich endlich mal wieder ein paar Bilder machen konnte...........von Toccoa sind wir nach Helen in den Chattahoochee Nationalpark gefahren......hier in Helen hat man in den Bergen ein Dorf im Schweizerisch - Deutsch - Österreichischen - Stil gebaut.........am Ortseingang wurden wir auf deutsch begrüsst....es gab deutsche Straßennamen.......auf dem Weg dorthin ist uns beinahe ein großer Schwarzbär vor das Auto gelaufen......es fehlten nur 10 m und wir hätten ein Bärenfell mit nach Haus nehmen können..........der Ort ist definitiv nur etwas für Touristen, die noch nie in Europa gewesen sind......die Häuser wirken allerdings so, wie die in Europa.......in vielen dieser Häuser sind Appartments oder kleine Hotels untergebracht.........

   

.....aber alles ist nur für Amerikaner gemacht.........in den USA ist man sehr häufig der Meinung, dass Deutschland mit Bayern gleichzusetzen ist........das liegt wohl daran, dass die Amerikaner nach dem Weltkrieg nur im Süden stationiert waren.......nachdem wir in Helen bei "Hansel&Gretel" etwas gegessen hatten, sind wir in das Goldgräberstädtchen Dahlonega gefahren.......hier fand im Jahr 1828 der erste große Goldrausch in Amerika statt.....ein paar alte Maschinen waren ausgestellt.........danach sind wir noch nach Gainesville gefahren, wo ich neben dem alten Courthouse noch die Grabstelle des Generals James Longstreet auf dem Alta Vista Friedhof besichtigt habe........wir sind dann auf unendlich breiten Autobahnen mit bis zu 14 Spuren in Richtung Atlanta gefahren..........wir waren wieder einmal ganz schön kaputt........nach erneuten 8 Stunden mit Besichtigungen und Autofahren haben wir uns ein Hotel in der Nähe eines Restaurants der "Red-Lobster"-Kette genommen.......hier haben wir am Abend unser traditionelles Fisch und Shrimps-Abschiedsessen zu uns genommen........nach einem Jägermeister haben wir uns in unser Hotel zurückgezogen und noch etwas Fernsehen geschaut....

     

Donnerstag, 26.05.2011
   

....heute wollten wir uns eigentlich noch Atlanta anschauen, haben aber aufgrund der Wettervorhersagen, und weil wir müde waren, darauf verzichtet........der "Late-Checkout" im Hotel war eine gute Idee.....da hatten wir noch genug Zeit, die Koffer richtig zu packen........im Fernsehen liefen bereits Warnungen vor starken Unwettern mit Hagel und evl. Tornados.......wenn man aus dem Hotel geschaut hat, konnte man dies schon erahnen.....hier muss man solche Warnungen unbedingt ernst nehmen.........kurze Zeit später wollten wir zum Flughafen fahren.......die 30 Meilen sollten egentlich nur 40 Minuten dauern........das Wetter machte uns aber einen Strich durch die Rechnung......die Autobahn war komplett dicht.......also sind wir gegen den Feierabendverkehr durch die Stadt gefahren.....dann begann der Starkregen......selbst ich habe so etwas noch nicht erlebt........dazu kam sehr starker Wind, durch den Teile von Bäumen auf die Straßen geweht wurden.....das Ganze war nicht ungefährlich, zumal man nichts mehr sehen konnte........in kürzester Zeit waren die Straßen derart überflutet, dass man meinte, man fährt in einem Fluss herum.....gut , dass wir einen Geländewagen hatte.......leider war die Innenstadt von Atlanta gesperrt......wir mussten einen Umweg nehmen.........da in Atlanta so gut wie nichts ausgeschildert ist, haben wir uns mehrmals verfahren.....immerhin haben wir dann nach fast 2 Stunden zum Flughafen gefunden......und uns mit einem chinesischen Essen gestärkt........unser Flug hatte natürlich Verspätung.......

      

Freitag, 27.05.2011
    

......in Paris auf dem Flughafen Charles de Gaulle gab es diesmal keine größeren Probleme.....außer, dass die Wege sehr weit sind und das Gate kurzfristig gewechselt wurde.........zurück in Hamburg wurden wir von dicken Regenwolken und warmen 15° begrüßt.......war ja nicht anders zu erwarten........die Freude des fetten Pelztieres über unsere Rückkehr kann man aus dem Foto erahnen......jetzt war es wieder Zeit, sich an die Futterregeln zu halten.........da unser Kühlschrank nicht viel zu bieten hatte, haben wir uns etwas chinesisches Essen bestellt und den Abend bei einem alkoholischen Erfrischungsgetränk ausklingen lassen....

     

Fazit: Wir haben in 24 Tagen in 13 Hotels gewohnt, ca. 4600 km mit dem Fahrzeug zurückgelegt, über 40 Landkreise in 3 Bundesstaaten besucht, viele Freunde getroffen, die amerikanische "Jägermeister-Industrie" angekurbelt, 528 Garnelen in verschiedenen Formen verspeist, fast kein Bargeld benutzt, reichlich Klamotten eingekauft und fast nur gutes Wetter gehabt. Wir waren an historischen Orten, in den Bergen und am Meer.......es gibt aber noch viel mehr zu sehen........

    

WEITER: HIER (MÄRZ 2012)