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Auf
dem Gebiet der Altstadt befand sich der älteste Siedlungskern Hamburgs
rund um den Bereich des Domplatzes. Hier lag die von den Wikingern im
Jahre 845 zerstörte Hammaburg, von der die genaue Lage allerdings nicht
bekannt ist. Von den verschiedenen im 11 Jahrhundert errichteten Burgen
können im Keller des Gemeindehauses St. Petri noch die Fundamente der
Bischofsburg besichtigt werden. Ab
1240 entstanden die Wallanlagen. Im Bereich der Altstadt gab es folgende
Stadttore: Brooktor, Sandtor, Ellerntor, Ferdinandstor, Steintor,
Klostertor und Deichtor. Der
Name Neustadt geht auf die Gründung der gräflichen Stadt durch Gustav
Adolf III., Graf zu Schauenburg, Stormarn und Holstein um 1188 zurück.
Die Gründung stand in Konkurrenz zur bischöflichen Stadt rund um den
Bereich Domstraße, Petrikirche. Die Straße Neue Burg in der Nähe der
Nikolaikirche erinnert an diese Gründung, die Trostbrücke verbindet
seit 1266 die beiden Teile der Altstadt. Die damals "alte"
Neustadt gehört heute zum Hamburger Stadtteil Hamburg-Altstadt. Erstmalig
erwähnt wurde 1255 die Jacobikirche und 1256 die Katharinenkirche.
Beide Erwähnungen dokumentieren die Ausdehnung der Stadt in Richtung
Osten im Zuge der Steinstraße (Jakobikirche) und nach Süden in die
Elbmarsch (Katharinenkirche). Bis zur Besiedlung der Hamburger Neustadt
im 17. Jahrhundert bestand damit die Altstadt Hamburgs aus den vier
Kirchspielen St. Petri, St. Nikolai, St. Katharinen und St. Jakobi.
Diese Kirchspiele hatten auch Bedeutung als Organisationseinheiten bei
der Verwaltung der Stadt. Zur
Entwässerung des im Mündungsdelta von Alster und Bille gelegenen
Gebiets wurden Fleete angelegt. Sie dienten später dem Warenverkehr.
Einige Fleete wurden durch den Bau der Speicherstadt im südlichen Teil
des Kirchspieles St. Katharinen in den 1880er Jahren entbehrlich. Dabei
wurden ca. 20.000 Einwohner vertrieben. Weitere Fleete wurden nach dem
Zweiten Weltkrieg mit Trümmerschutt verfüllt. Etliche
Straßennamen erinnern noch an die alten Fleete: Gröningerstraßenfleet,
Deichstraßenfleet, Steckelhörnfleet, und das Katharinenfleet. Übrig
blieben nur das breite Nikolaifleet, das kleine Becken des Mönkedammfleets
und das Alsterfleet. Die Ansätze von Steckelhörnfleet und Gröningerstraßenfleet
sind noch bei der Katharinenbrücke und bei der Zollenbrücke zu
erkennen. Nach
Fertigstellung der Wallanlagen 1624 begann man im Bereich der Hamburger
Innenstadt mit der Umgestaltung des Alsterlaufs. Erst 1624 entstand der
Alsterdamm (heute Ballindamm). Nördlich
des am Oberhafen gelegenen Deichtores errichtete man 1842 den Berliner
Bahnhof der Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn. Kurz vor seiner Eröffnung
wurden praktisch alle Gebäude der nordöstlichen Altstadt durch den Großen
Brand zerstört. In den Vom Brand verschonten Teil, nördlich des
Messbergs wurde das Reichenstraßenfleet zugeschüttet um eine bessere
Verbindung zwischen dem Rathhaus und dem neuen Berliner Bahnhof zu
schaffen. 1857
wurde der Berliner Bahnhof durch einen Neubau ersetzt. Ab 1900 wurden
Hamburgs Eisenbahnanlagen wesentlich umgestaltet. Dabei wurde der
Hamburger Hauptbahnhof, der jedoch knapp in St. Georg liegt, 1906 eröffnet.
Ab 1906 wurde die Mönckebergstraße angelegt, unter der seit 1912 die
erste U-Bahn Hamburgs mit den Haltestellen Rathausmarkt (heute Rathaus)
und Barkhof (heute Mönckebergstraße) verläuft. Im Bereich zwischen
dem Ballindamm an der Binnenalster und der Steinstraße entstanden große
Kontorhäuser und Kaufhäuser, überwiegend mit Sandsteinfassaden.
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