Allgemeines

Hamburg-Altstadt ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte, hier befindet sich der zentrale und historische Stadtkern der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Stadtteil Hamburg-Altstadt liegt in Hamburg zentral zwischen Neustadt, Klostertor und St. Georg. Sein Westteil ist ein Teil der Hamburger Innenstadt. Die Grenze zur Neustadt im Westen bildet das Alsterfleet; nach Süden wird die Altstadt durch den Zollkanal, nach Osten und Norden durch die Gleisanlagen der Verbindungsbahn begrenzt.


Geschichte (Auszüge)

Auf dem Gebiet der Altstadt befand sich der älteste Siedlungskern Hamburgs rund um den Bereich des Domplatzes. Hier lag die von den Wikingern im Jahre 845 zerstörte Hammaburg, von der die genaue Lage allerdings nicht bekannt ist. Von den verschiedenen im 11 Jahrhundert errichteten Burgen können im Keller des Gemeindehauses St. Petri noch die Fundamente der Bischofsburg besichtigt werden. Ab 1240 entstanden die Wallanlagen. Im Bereich der Altstadt gab es folgende Stadttore: Brooktor, Sandtor, Ellerntor, Ferdinandstor, Steintor, Klostertor und Deichtor. Der Name Neustadt geht auf die Gründung der gräflichen Stadt durch Gustav Adolf III., Graf zu Schauenburg, Stormarn und Holstein um 1188 zurück. Die Gründung stand in Konkurrenz zur bischöflichen Stadt rund um den Bereich Domstraße, Petrikirche. Die Straße Neue Burg in der Nähe der Nikolaikirche erinnert an diese Gründung, die Trostbrücke verbindet seit 1266 die beiden Teile der Altstadt. Die damals "alte" Neustadt gehört heute zum Hamburger Stadtteil Hamburg-Altstadt. Erstmalig erwähnt wurde 1255 die Jacobikirche und 1256 die Katharinenkirche. Beide Erwähnungen dokumentieren die Ausdehnung der Stadt in Richtung Osten im Zuge der Steinstraße (Jakobikirche) und nach Süden in die Elbmarsch (Katharinenkirche). Bis zur Besiedlung der Hamburger Neustadt im 17. Jahrhundert bestand damit die Altstadt Hamburgs aus den vier Kirchspielen St. Petri, St. Nikolai, St. Katharinen und St. Jakobi. Diese Kirchspiele hatten auch Bedeutung als Organisationseinheiten bei der Verwaltung der Stadt. Zur Entwässerung des im Mündungsdelta von Alster und Bille gelegenen Gebiets wurden Fleete angelegt. Sie dienten später dem Warenverkehr. Einige Fleete wurden durch den Bau der Speicherstadt im südlichen Teil des Kirchspieles St. Katharinen in den 1880er Jahren entbehrlich. Dabei wurden ca. 20.000 Einwohner vertrieben. Weitere Fleete wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mit Trümmerschutt verfüllt. Etliche Straßennamen erinnern noch an die alten Fleete: Gröningerstraßenfleet, Deichstraßenfleet, Steckelhörnfleet, und das Katharinenfleet. Übrig blieben nur das breite Nikolaifleet, das kleine Becken des Mönkedammfleets und das Alsterfleet. Die Ansätze von Steckelhörnfleet und Gröningerstraßenfleet sind noch bei der Katharinenbrücke und bei der Zollenbrücke zu erkennen. Nach Fertigstellung der Wallanlagen 1624 begann man im Bereich der Hamburger Innenstadt mit der Umgestaltung des Alsterlaufs. Erst 1624 entstand der Alsterdamm (heute Ballindamm). Nördlich des am Oberhafen gelegenen Deichtores errichtete man 1842 den Berliner Bahnhof der Hamburg-Bergedorfer Eisenbahn. Kurz vor seiner Eröffnung wurden praktisch alle Gebäude der nordöstlichen Altstadt durch den Großen Brand zerstört. In den Vom Brand verschonten Teil, nördlich des Messbergs wurde das Reichenstraßenfleet zugeschüttet um eine bessere Verbindung zwischen dem Rathhaus und dem neuen Berliner Bahnhof zu schaffen. 1857 wurde der Berliner Bahnhof durch einen Neubau ersetzt. Ab 1900 wurden Hamburgs Eisenbahnanlagen wesentlich umgestaltet. Dabei wurde der Hamburger Hauptbahnhof, der jedoch knapp in St. Georg liegt, 1906 eröffnet. Ab 1906 wurde die Mönckebergstraße angelegt, unter der seit 1912 die erste U-Bahn Hamburgs mit den Haltestellen Rathausmarkt (heute Rathaus) und Barkhof (heute Mönckebergstraße) verläuft. Im Bereich zwischen dem Ballindamm an der Binnenalster und der Steinstraße entstanden große Kontorhäuser und Kaufhäuser, überwiegend mit Sandsteinfassaden.


Extra-Seiten

Rathaus: HIER

Kirche St. Petri: HIER

(alte) Kirche St. Nicolai: HIER

Kirche St. Jacobi: HIER

Kirche St. Katharinen: HIER


gerhart-hauptmann-platz

Der Gerhart-Hauptmann-Platz ist ein öffentlicher Platz in der Hamburger Innenstadt. Er umfasst den Nordteil des historischen Pferdemarktes und ist seit 1946 nach dem Dramatiker Gerhart Hauptmann benannt. Der 0,5 Hektar große Platz liegt im Stadtteil Hamburg-Altstadt unmittelbar nördlich der Mönckebergstraße, etwa auf halbem Weg zwischen Hauptbahnhof und Rathausmarkt. Er wird dominiert vom Warenhaus Karstadt Mönckebergstraße, das die gesamte Westseite einnimmt, sowie dem Thalia-Theater, das den Platz nach Norden begrenzt. Neben dem Theater führt die Straße Alstertor nach Nordwesten zur Binnenalster sowie die Rosenstraße nach Nordosten in Richtung Hauptbahnhof. 1946 wurde der Pferdemarkt, an dem damals auch schon über 100 Jahre lang die verschiedenen Gebäude des Thalia Theaters lagen, nach dem Dramatiker Gerhart Hauptmann benannt, der in diesem Jahr verstarb. 1957 wurden mehrere Häuser an der Westseite abgerissen, um der Karstadt-Erweiterung Platz zu machen. Seit 1958 steht an der gesamten Westseite des Platzes der noch heute sichtbare neugebaute Teil des Karstadt-Haupthauses. 1969 gab die HEW ihr Haupthaus an der Ostseite des Platzes an die Hamburgische Landesbank ab, die es 1970 abreißen und 1973/74 durch einen Neubau der Architekten gmp, Elingius und Niggemann ersetzen ließ. Im Rahmen des Baus der Hamburgischen Landesbank wurde auch der im Eigentum der Stadt Hamburg befindliche Platz durch Wehberg, Lange und Partner umgebaut mit einer wellenartigen Pflasterung mit Wasserspiel, Platanen, Stühlen und Bänken, und einem in der Bevölkerung optisch umstrittenen Pavillon (Architekten: Graaf/Schweger). Der Straßenverkehr entfiel. Nachdem sich für den Pavillon kein Mieter aus der Wirtschaft fand, betrieb bis Ende 1986 die städtische Hamburg-Information hier eine ihrer drei Filialen, danach nutzte ihn jpc als Classic–Pavillon zum Klassik-CD-Verkauf. Die Nutzung des Pavillons wurde 1998 aufgegeben und selbiger 2001 abgebrochen, da er den Eingang zur Landesbank-Einkaufspassage (heute: Perle) verstellte und außerdem asbestbelastet war. Die Gestaltung des Platzes ist bis heute umstritten, steht aber seit 2019 unter Denkmalschutz.

      

 

 


ehrenmal gefallene beider weltkriege

Das Hamburger Ehrenmal, offiziell: Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege, ist eine 21 Meter hohe Stele aus Muschelkalk mit der Inschrift „Vierzigtausend Söhne der Stadt ließen ihr Leben für Euch — 1914–1918“ und dem gegenüberliegenden Relief Trauernde Mutter mit Kind. Ernst Barlach wählte das Motiv der Mutter, in seiner monumentalen 7,5 Meter hohen Form gleichbedeutend mit Volk. In seinem vertieften Relief einer Schwangeren mit einem Kind erzeugt Barlach mit einer zarten Gebärde den Eindruck des Trostes in schwerer Bedrängnis. Die schmerzgezeichnete Mutter blickt in die als Ferne dargestellte Zukunft. Nach Angaben Barlachs hat er in dem Relief „Mutiges Zusammenraffen aus tiefem Leid“ dargestellt. Das Denkmal ging aus einem Wettbewerb für ein „schlichtes Mal“ hervor, in dem der Architekt Klaus Hoffmann des 1930 bis 1932 geschaffenen Mahnmals für den Entwurf der Stele nebst Inschrift mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Das Relief wurde 1931 im Auftrag des Hamburger Senats für ein Bildwerk auf der der Inschrift gegenüberliegenden Seite der Stele von Ernst Barlach zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs geschaffen. Gefertigt wurde es durch den Steinmetz Friedrich Bursch. Das Ehrenmal befindet sich an der Kleinen Alster am nordwestlichen Ende des Rathausmarktes. Das betont schlicht gehaltene Denkmal war bereits vor seiner Einweihung am 2. August 1931 bei den Kriegerverbänden, in deutschnationalen Kreisen und bei den Nationalsozialisten sehr umstritten. Der Schwerpunkt des Denkmals auf das Leid der Hinterbliebenen widersprach der Vorstellung der militärischen Gesellschaft der nationalsozialistischen Machthaber als unheroisch und „undeutsch“ und wurde in der damaligen Öffentlichkeit als politische Kampfansage des sozialliberalen Senats aus SPD, DDP und DVP gegen die Rechtsparteien gewertet, zumal gleichzeitig das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. vom Rathausmarkt entfernt worden war. Die einen Opfertod suggerierenden Worte „für Euch“ in der Inschrift waren indes bereits ein Zugeständnis an rechte Strömungen gewesen, das die SPD zunächst verhindern wollte. Das Relief wurde 1938 von den Nationalsozialisten als entartete Kunst entfernt und durch das Motiv eines aufsteigenden Adlers von Hans Martin Ruwoldt ersetzt. Außerdem errichteten sie ein Kriegerdenkmal am Dammtor. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bildnis durch Friedrich Bursch rekonstruiert und das Ehrenmal zur Erinnerung an beide Weltkriege umgewidmet. Seitdem ist das Monument das offizielle Gefallenendenkmal der Stadt, an dem in jedem Jahr am Volkstrauertag die Kränze von Senat und Bürgerschaft niedergelegt werden.

         

 

 


rathausschleuse

Die Schleusenkammer aus dem jahr 1846 misst in der Länge 35 m und in der Breite 7,2 m. 1890 wurde eine zweite Kammer gebaut. Seit 1921 erfolgt die Betätigung der Schleusentore elektrisch, gegen Frost sind sie mit Heizungen ausgestattet. 1973 erfolgte ein Neubau, zusätzlich Einbau von Generatoren zur Nutzung der Wasserkraft der Alster.

     

 

 

     


hamburger börse

Als Hamburger Börse oder nur Börse wird auch das spät-klassizistische Gebäude am Adolphsplatz bezeichnet, das auf seiner Rückseite mit dem Hamburger Rathaus und dessen Innenhof, dem so genannten Ehrenhof, verbunden ist. Nach langer Planungszeit wurde diese Neue Börse am 2. Dezember 1841 von der Hamburger Börse bezogen. Das Gebäude ist ebenso Sitz der Handelskammer und ihrer Commerzbibliothek, beherbergt aber nur noch drei der Einzelbörsen, da der Zweig der Wertpapierbörse Ende 2005 neue Räumlichkeiten am Rathausmarkt bezog.

      

 

 


mönckbergbrunnen

Die Einmündung der Spitalerstraße wurde auf Vorschlag Schumachers nicht in voller Höhe bebaut. Im Jahr 1914 entstanden anstelle der früheren Breite(n)straße ein kleiner Platz und ein tempelartiger Schmuckbau mit dorischen Säulen als städtebaulicher Akzent, in dem bis 1971 eine öffentliche Bücherhalle untergebracht war. Es war Schumachers einziger Beitrag zur bereits weitgehend gebauten Mönckebergstraße. Nach 20 Jahren Vermietung an Burger King sind 2009 eine Starbucks-Filiale und der KulturPunkt der Kulturbehörde eingezogen. Vorgelagert ist eine kleine Denkmalanlage mit Brunnen (1914–20) zur Erinnerung an Mönckeberg mit Plastiken von Schumachers Freund Georg Wrba (1926; Kriegsschäden durch Philipp Harth 1965 behoben). Die ehemalige Bücherhalle und der Brunnen stehen unter Denkmalschutz.

      

 

 

          

City-Hof

Der City Hof bezeichnet eine Gruppe von vier Hochhäusern (Architekt: Rudolf Klophaus). In den 1950er Jahren gebaut (Fertigstellung ca. 1958), waren dies die ersten Hochhäuser der Hamburger Innenstadt seit dem Bau des Klockmann-Hauses in den 1930er Jahren. Die Fassade des City Hofs war im Originalzustand mit quadratischen weißen Keramikplatten verkleidet und durch bündig sitzende Holzfenster gegliedert. Dieser Zustand wurde 1972 durch den Einsatz von Kunststofffenstern und einer Verkleidung der Fassade mit grauen Eternitplatten im Jahre 1977 grundlegend verändert. Die ursprüngliche Keramikfassade ist unter den Eternitplatten nach wie vor erhalten. Außerdem neu für Hamburg war eine Einkaufspassage, die mit den heutigen Maßstäben sogenannter Einkaufserlebnisse nicht zu vergleichen ist. Daher befinden sich heute neben Galerien für moderne Kunst Geschäfte des täglichen Bedarfs für die Beschäftigten im Kontorhausviertel.

 

 

 

Bilder folgen

Bilder folgen


Oberfinanzdirekton

Das Gebäude Rödingsmarkt 2 wurde 1907–10 nach Entwürfen von Albert Erbe erbaut. Auf dem Areal befand sich seit dem frühen 13. Jahrhundert das Heiligengeisthospital, wo von 1884 bis zu seinem Abbruch 1906 die Hamburger Steuerverwaltung untergebracht war. In dem Gebäude war bis zu ihrer Auflösung die Oberfinanzdirektion Hamburg untergebracht. Heute befinden sich in dem Gebäude Teile der Bundesfinanzdirektion Nord und der Hamburger Finanzbehörde. 

  

  

  


Altes Klöpperhaus

Das Gebäude wurde 1902–04 als Kontor-, Geschäfts- und Lagerhaus für die Firma Wilhelm Klöpper erbaut. Architekten waren Lundt & Kallmorgen. Es wurde ein neuzeitlicher Nutzbau in moderner Bautechnik mit frei einteilbaren Stockwerken, drei Treppenhäusern und acht Aufzügen (innen später mehrfach umgebaut). Die repräsentative Sandsteinfassade in schweren historischen Formen mit romanischen Motiven und Jugendstil-Ornamenten ist Ausdruck von Geschäftstolz und Traditionsbewusstsein des Hamburger Kaufmanns in der wilhelminischen Ära.

    

  

  

   


Klöpperhaus

Das Klöpperhaus (1913) (Mönckebergstraße 3, heute: Kaufhof), benannt nach dem Bauherrn Adolf Klöpper, Inhaber des Wollhandelshauses Wilhelm Klöpper, an das die Plastiken der Schafe des Bildhauers August Gaul erinnern und für dessen Firma bereits das Alte Klöpperhaus am Rödingsmarkt entstanden war. Den Wettbewerb 1911 hatte Höger noch mit einem stark barockisierenden Entwurf gewonnen, der unter dem Einfluss von Schumacher in der Folge stark entschlackt wurde, so dass schließlich eine stark schematisierende Pfeilerfassade realisiert wurde. Kaufhof erwarb das Haus 1965 in der Absicht, nach Abriss auf dem Grundstück einen Neubau zu errichten. Diese Absicht stieß auf heftigen Widerstand in der Öffentlichkeit. Die Fassade blieb nach Entkernung in wesentlichen Teilen erhalten. Die ursprüngliche Innenausstattung, insbesondere die Eingangshalle und die Direktionsräume, sind im Zuge der Umbauten 1967/1968 verloren gegangen.

     

    

   

 


Rödingsmarkt (Fleet)

Das Gebiet wurde im 13. Jahrhundert besiedelt. Beiderseits eines Fleetes (Rödingsmarktfleet), das vom Mönkedammfleet bis zum Binnenhafen führte, wurden Straßen mit fleetabgewandter Bebauung angelegt. Der Name stammt vermutlich von einem dortigen Besitzer (eventuell „Rodiger“). Ein eigentlicher Markt wurde dort jedoch nicht abgehalten, wenn auch der Warenumschlag und -handel im mittelalterlichen Hamburg an allen Orten stattfand. 1842 nach dem Großen Brand wurde das Fleet teilweise, 1886 schließlich ganz zugeschüttet. Dort verläuft der Hochbahnviadukt, der 1912 in Betrieb genommen wurde. Der Rödingsmarkt wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Mitte des 20.Jahrhundert wurde eine neue Hauptverkehrsstraße (ehem. Ost-West-Straße) gebaut und anderen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Insbesondere im nördlichen Teil des Platzes sind noch einige ältere Bauten aus dem 19. Jahrhundert und vom Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben.

            

 

   

   


 Hamburger Kunsthalle

Der Gebäudekomplex der Kunsthalle setzt sich aus Altbau (1863 bis 69), Neubau (1909, 1912 bis 21) und Galerie der Gegenwart (1993 bis 96) zusammen. Die Hamburger Kunsthalle beheimatet mehrere bedeutende Kunstsammlungen und spannt den Bogen vom Mittelalter bis zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Das Museum besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäuden zwischen dem Hauptbahnhof, den Bahngleisen, dem Glockengießerwall und der Alster auf der ehemaligen Bastion Vincent der Hamburger Wallanlagen. Die gesamte Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche summiert sich auf mehr als 13.000 Quadratmeter. Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist das 19. Jahrhundert. Außerdem verfügt das Museum über Abteilungen für Alte Meister und die Moderne. Der Kunst der Gegenwart ist ein eigener Gebäudekomplex gewidmet. Das Kupferstichkabinett umfasst über 120.000 Blätter. Die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle umfasst mehr als 175.000 Bände, darunter ca. 3000 illustrierte Bücher und Künstlerbücher.

 

 

 

Bild folgt

Bild folgt

Bild folgt


 Thalia Theater

Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble. Das Große Haus am Alstertor in der Hamburger Altstadt fasst ca. 1000 Zuschauer. Das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es ca. neun Premieren im Großen Haus, dazu kommen etwa sechs Premieren im Thalia in der Gaußstraße in Altona. Das alte Gebäude des Thalia Theaters wurde von den Architekten Franz Georg Stammann und Auguste de Meuron konzipiert und 1843 errichtet. Dieser Bau stand dem heutigen Bau gegenüber. 1894 erwarb Bernhard Pollini das Theater, seine Erben wandelten es 1907 in eine GmbH um. Unter der Leitung des Regisseurs Leopold Jessner wurde 1912 der Neubau am Pferdemarkt (heute: Gerhart-Hauptmann-Platz) mit 1300 Plätzen eröffnet.

 

 

 


Niemitz-Haus

 


 Trostbrücke

Die Trostbrücke überspannt das Nikolaifleet in Hamburg. Sie verband ursprünglich die bischöfliche Altstadt rund um den Bereich Dom und Petrikirche mit der gräflichen Neustadt. Hier befand sich vom Mittelalter bis zum Hamburger Brand 1842 das weltliche Zentrum der Stadt und der innerste Teil das Hafens. Beide Gebiete gehören heute zum Stadtteil Hamburg-Altstadt. Der Bau der ersten Brücke wird vermutlich um 1200 entstanden sein. 1599 wird die Brücke durch die erste steinerne Bogenbrücke in Hamburg ersetzt. Nach Einsturz 1731 wird eine neue Steinbrücke 1765 fertiggestellt, die beim Hamburger Brand 1842 beschädigt wird. Das heutige Bauwerk wurde 1881/82 nach Plänen von Franz Andreas Meyer errichtet.

  

 

 

Bilder folgen

Bilder folgen

Bilder folgen


 Kontorhausviertel 

Seit dem 17. Jahrhundert war hier eine enge Wohnbebauung als Gängeviertel mit vielen schmalen Gassen, Twieten und Fleeten entstanden. Die durch den Hamburger Brand von 1842 verursachte Wohnungsnot führte zu einer weiteren Verdichtung der Bebauung. Die Choleraepidemie von 1892 zwang zu einer nachhaltigen Sanierung des Gebietes. Zwar war die unzureichende Klärung des zur Trinkwassergewinnung verwendeten Elbwassers Ursache der Katastrophe, durch die unzulänglichen hygienischen Bedingungen in diesen Wohnquartieren kam es jedoch erst zu den verheerenden Auswirkungen. Zuvor waren jedoch die weiter südlich in Elbnähe gelegenen Gebiete zu sanieren, um das von der Reichsregierung geforderte Freihafengebiet zu schaffen. Als man um 1900 mit der Neuordnung des Hamburger Eisenbahnwesens begann, hatte man daher – durch den Bau der Speicherstadt – schon Erfahrung mit der Umsiedlung großer Bevölkerungsteile. Der Durchbruch der für den U-Bahnbau benötigten Mönckebergstraße war 1912 vollzogen. Nach dem Bebauungsplan von 1912 und aufgrund des städtebaulichen Wettbewerbs von 1914 war für das Gebiet zwischen Mönckebergstraße und dem Zollkanal eine hafennahe Wohnbebauung vorgesehen. Fritz Schumacher, seit 1909 Baudirektor und Leiter des Hochbauwesens, setzte sich mit seiner Idee der Citybildung durch und plante das Gebiet als ein Areal von Kontorhäusern, allerdings war beispielsweise beim Bau des Sprinkenhofes ursprünglich von einer teilweisen Wohnnutzung ausgegangen worden. Fritz Schumachers Überarbeitung des Bebauungsplanes sah bereits große Baumassen vor, die dem Raumbedarf der aufstrebenden Kaufmannsschaft nach dem Zollanschluss Hamburgs Rechnung trugen. Dabei sollte jedes Bauwerk einen individuellen Charakter erhalten. Die Bewohner des Viertels hatten 1925 noch den Bauverein Alt-Hamburg gegründet, mussten aber letztlich in die neuen Wohnbezirke in der Jarrestadt und der Veddel ausweichen.

 

 

 

Bilder folgen

Bilder folgen

Bilder folgen


Chile-Haus

Das Chilehaus ist ein Kontorhaus im Hamburger Kontorhausviertel, das beispielgebend für den Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre war, der von Backsteingotik und Expressionismus inspiriert war. Der Bau stellt mit seinen 36.000 m² Bruttogeschossfläche bis zu zehn Stockwerken auf einer Grundfläche von 5.950 m² eines der ersten hamburger Hochhäuser dar. Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze nach Osten ist es zu einer Ikone des Expressionismus in der Architektur geworden.

      

 

 


 Afrikahaus

Das Afrikahaus ist ein Kontorhaus in der Großen Reichenstraße 27. Es wurde 1899 von dem Hamburger Architekten Martin Haller für die Firma C. Woermann erbaut und steht seit 1972 unter Denkmalschutz. Das „Afrikahaus“ wurde 1972 unter Denkmalschutz gestellt. Das Gebäude dokumentiert den Bautyp des Hamburger Kontorhauses um 1900. Es verbindet damalige moderne Bautechnik und Zweckmäßigkeit. Als Baudenkmal wird es regelmäßig am „Tag des offenen Denkmals“ mit Führungen für Besucher geöffnet. Vor wenigen Jahren wurde es von Grund auf restauriert und im Februar 1999 mit modernen Büroflächen wieder eröffnet. Es wurde bei der Sanierung darauf geachtet, dass die typischen Stilmerkmale wie Gusseisen-Stützen, Kappendecken, Stilltüren sowie das Wandmosaik mit afrikanischen Motiven und die Portalelefanten erhalten bleiben.

 

 

 

Bilder folgen

Bilder folgen

Bilder folgen


Versmann-Haus

Das Versmann-Haus in Hamburg wurde 1910–1912 nach Plänen von Johann Gottlieb Rambatz und Wilhelm Jollasse als Kontorhaus mit Läden, Café und Restaurant erbaut. Das Eckgebäude leitet durch die Überbauung der Knochenhauertwiete nahtlos von der Randbebauung der seinerzeit neu angelegten Mönckebergstraße zum Seitenrand des Rathausmarktes über. Die Sandsteinfassade war ursprünglich mit Neorenaissance-Giebeln und -Dachgauben bekrönt. Nach den Kriegsschäden waren die oberen Stockwerke verschiedentlich ohne Rücksicht auf die ursprüngliche Gestalt wieder instand gesetzt worden. Seit 1987 ist ein Gestaltungsrahmen festgelegt, der versucht, die Vielfalt der Fassadenstrukturen bei Modernisierungen sicherzustellen. Der Name erinnert an Bürgermeister Johannes Versmann (1820–1899).

 

 

 


 Zollenbrücke

Die Zollenbrücke ist eine 1633 erbaute Brücke über das ehemalige Fleet der Gröningerstraße. Am Nikolaifleet in der Altstadt gelegen, ist sie die älteste erhaltene Brücke im Stadtbereich und steht seit 1954 unter Denkmalschutz. Ein Vorgängerbau wurde 1355 erstmals als Zollenbrücke (Tollnebrugghe) erwähnt. Der Name bezog sich auf das in der Nähe gelegene Zollhaus für den Schauenburger Zoll, eine Art (Waren-)Transitzoll, von Fremden erhoben und von den Stadtherren der Schauenburger Grafen eingeführt. Das Zollhaus wurde nach Einstellung des Zolls 1806 abgerissen. Ältere Bezeichnungen waren Brücke bei der Waage und Krahnbrücke in Bezug auf die dortige Stadtwaage und den Krahn. Die Brücke führte ursprünglich über das hier vom Nikolaifleet östlich abzweigende Gröningerstraßenfleet, das nach dem Zweiten Weltkrieg mit Trümmern verfüllt wurde und mit dem Bau der Ost-West-Straße und der Domstraße in den 1950er Jahren bis auf wenige Meter verschwand. Sie verband die nördlich und nordwestlich gelegenen Straßen Brodschrangen und Bei der alten Börse, mit der südlich davon gelegenen Straße Grimm und der ebenfalls auf der Grimm-Insel gelegenen Gröningerstraße, die parallel zum Fleet verlief und durch den Straßenneubau verschwand. Der 25 Meter lange Brückenbau mit seinen drei unterschiedlich großen Bögen besteht aus Sandsteinquadern. Über einem Pfeiler auf der Seite des Nikolaifleets ist in Stein das große Hamburger Wappen zu sehen. Die Geländer und Laternen stammen aus dem 19. Jahrhundert, in dem die Brücke auch eine Verbreiterung durch seitlich auskragende eiserne Konsolen erhielt (Instandsetzung 1850-1854, Verbreiterung um 1870), die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder entfernt wurden. Seit 1953 ist die Brücke nur noch als Fußgängerbrücke zugelassen. 

 

 

  

Bilder folgen

Bilder folgen

Bilder folgen


Pressehaus

Neben dem ehemaligen Domplatz, wo Domstraße und Speersort aufeinandertreffen, erstreckt sich das Pressehaus, in dem früher mehrere Verlage arbeiteten. Heute hat dort noch Die Zeit ihre Redaktion. Gebaut wurde es 1938 nach einem Entwurf von Rudolf Klophaus für das nationalsozialistische Hamburger Tageblatt. Das Firmenemblem, eine Hansekogge von Richard Kuöhl, findet sich – jetzt ohne Hakenkreuz – an der Curienstraße. Im Gegensatz zu den übrigen Klinkerbauten hat es einzelne Elemente aus Muschelkalk, vor allem in den Arkaden Speersort/Steinstraße. Das ursprüngliche Walmdach wurde nach Bombenschäden durch ein Staffelgeschoss ersetzt. Nach Gründung der Bundesrepublik hatten hier unter anderem Der Spiegel von 1952 bis 1969 und der Stern ihre Redaktionen. Nach Westen war der klassizistische Bau des alten Johanneums benachbart, der 1838/40 nach Entwürfen von Carl Ludwig Wimmel errichtet worden war. Diese Nachbarschaft wirkte sich beim Entwurf auf die Formensprache notgedrungen aus und zitiert die rundbogigen Arkaden des ursprünglichen Johanneums, das nach dem Auszug der Schule als Gebäude für die Commerzbibliothek und die spätere Staatsbibliothek dienten.

    

Bilder folgen

Bilder folgen

Bilder folgen


Stellahaus

Bild folgt

Das elegante Stellahaus mit seiner strahlend hellblau gestrichenen Putzfassade schließt den Rödingsmarkt zum Hafen hin prominent ab. Der Ursprungsbau wurde 1874 von Martin Haller entworfen, 1922 erfolgte eine Aufstockung um fünf Stockwerke , die zum Teil als Staffelgeschosse ausgeführt wurden. Die Planung erfolgte von den Architekten Lindhorst, Reith, Zauleck & Hormann. Mit der Bauform der Staffelgeschosse wurde der Eindruck eines kompakten Hochhauses vermieden. Diese Umsetzung hatte Rückwirkungen auf die Bauten des Kontorhausviertels. Das auffällige Gebäude gilt mit seinem reichen skulpturalen Schmuck und seinen gestaffelten Etagen als eines der schönsten Kontorhäuser des Expressionismus.


südseehaus

Das Südseehaus ist ein 1911 erbautes Kontorhaus in Hamburg. Es befindet sich auf den Grundstücken Mönckebergstraße 6, Lange Mühren und Spitalerstraße 6. Am 26. Januar 1911 fanden sich hierzu in der Hamburger Börse vier befreundete Unternehmer zusammen: der Projektentwickler Franz Albert Bach, der Schweizer Konsul Johann Maegli und die im- und Exportkaufleute Otto Friedrich Bock und Eduard Hurry Ringel. Sie erwarben das 2657 m² große Grundstück zwischen Mönckebergstraße, Schweinemarkt und Spitalerstraße für 1.661.100 Reichsmark. Mit den Planungen hatten sie bereits den renommierten Hamburger Architekten Carl Gustav Bensel beauftragt, der bereits einen mit der Stadt abgestimmten Entwurf im von der Stadt gewünschten traditionellem Stil vorlegen konnte. Innerhalb nur eines Jahres wurde das Haus fertiggestellt. Bei der Eröffnung 1912 waren bereits 54 Büroeinheiten und Läden vermietet. Unter ihnen befanden sich die von Heinrich August Schlubach, dessen Sohn Roderich mit Eduards Ringels Tochter Harriett verheiratet war, gegründeten Firmen Schlubach & Co. und die Mittelamerikanische Plantagen Aktiengesellschaft. Da auch Ringel im Südamerika-Geschäft engagiert war, wurde das Haus „Südseehaus“ genannt. Bei den Luftangriffen auf Hamburg im Sommer 1943 wurde auch das Südseehaus schwer beschädigt. 1944 gab es nur noch vier Mieter, von denen einer der Polizeipräsident war, für die Nutzung der Keller für den Luftschutz. Die Fassaden mit den charakteristischen vier Giebeln blieben jedoch erhalten, und die Dächer wurden in den ersten Nachkriegsjahren wieder abgedichtet. 1949 zog ein neuer Mieter ein, das Modegeschäft Peek & Cloppenburg, das sich allmählich immer weiter im Haus ausbreitete. 1958 wurde das Haus dann durch den Hamburger Architekten Titus Felixmüller grundlegend saniert und modernisiert. Die Giebel wurden abgetragen und durch zwei Staffelgeschosse ersetzt, von denen das obere mit Kupfer verkleidet und mit einer Pergola versehen wurde. 2016 war das gesamte Südseehaus an Peek & Cloppenburg vermietet. Verwalter und Miteigentümer sind inzwischen die Urenkel des Projektentwicklers Franz Albert Bach, Claudia Bach und Mathias Bach, die u. a. auch Anteile am Levantehaus besitzen.


Finamzamt st.georg (ehem. Karstadt Hauptverwaltung)

Östlich davon zwischen Steinstraße und Bugenhagenstraße errichtete der Karstadt-Konzern, der seinen Sitz 1912 nach Hamburg verlegt hatte, in den Jahren 1921 bis 1924 seine Hauptverwaltung mit einer neoklassizistischen Sandstein-Fassade und Halbsäulen in Kolossalordnung. Als Karstadt seine Hauptverwaltung nach Berlin verlegte, wurde der Bau nach entsprechender Herrichtung ab 14. August 1932 unter der Bezeichnung „Haus des Fortschritts“ als Messehaus mit Export-Dauermesse und Erfinderschau genutzt. Nach dem Verkauf für rund 3,3 Millionen Reichsmark im Jahr 1936 zog im folgenden Jahr das Finanzamt St. Georg ein. Seit 22. März 1999 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.


europa-passage

Die Europa Passage ist ein Einkaufszentrum in der Hamburger Innenstadt zwischen Jungfernstieg und Mönckebergstraße. Sie wurde am 5. Oktober 2006 eröffnet. Auf fünf Geschossebenen und einer Länge von 160 Metern ist Platz für etwa 120 Geschäfte mit 30.000 m². Inklusive der Büro- und Parkgeschosse kommt man auf 16 Etagen. Oberhalb der Einkaufspassage befinden sich Büroflächen. In den Bau wurden etwa 430 Millionen Euro investiert. Der Eigentümer ist die Alida Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG. Deren Gesellschafter sind die Allianz Lebensversicherungs-AG, die HSH Nordbank AG und die Allianz Immobilien GmbH. Betreiber ist die ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg.

      

 

 


Fotos, Texte, Grafiken: JHreisen - Wikipedia / Daten und Links ohne Gewähr (06.2026)